Monarchie – das war in den Zeiten der Römischen Republik eigentlich eine unmögliche Alternative zum bestehenden politischen System. Der Legende nach soll einst Brutus, der heldenhafte Begründer der Römischen Republik, das römische Volk haben schwören lassen, dass Rom niemals von einem König beherrscht werden dürfe – so überliefert es zumindest der unter der Herrschaft des Augustus schreibende römische Historiker Livius in seinem monumentalen Geschichtswerk ab urbe condita. Wie sich seit der Mitte des ersten Jahrhunderts v.Chr. monarchisches Streben in Rom trotz der massiven Präsenz antimonarchischer Diskurse und Handlungsmaximen durchsetzen und eine Alleinherrschaft à la mode romaine mit Augustus dauerhaft etabliert werden konnte, das soll im Rahmen des Proseminars in Blick genommen werden.

Das Seminar führt in die Grund- und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte ein (Epigraphik, Numismatik und Papyrologie), ferner werden die Hilfsmittel und Methoden vorgestellt und anhand ausgewählter Beispiele der Umgang mit ihnen eingeübt. Für den Scheinerwerb sind die regelmäßige Teilnahme, ein Referat, eine schriftliche Hausarbeit und eine Abschlussklausur obligatorisch.

Kurs im HIS-LSF