Erster Weltkrieg und Novemberrevolution politisierten die Avantgarde zunehmend. Während der Weimarer Republik und dem Aufkommen des Nationalsozialismus setzte sie entscheidende Maßstäbe für Kunst und Kultur: Gewalt, Arbeitslosigkeit, Inflation und Weltwirtschaftskrise, Kriegsverwundete, Prostituierte und auf der einen, flimmernde Traumwelt der Mode, des Tanzes und der Jazzmusik auf der anderen Seite. Fotografie, Film, Technik- und Wissenschaftsentwicklung ließen nach Expressionismus und Dadaismus die Neue Sachlichkeit entstehen. Das Öuvre von Otto Dix soll exemplarisch in den wesentlichen Entwicklungsstufen und Themenbereichen daraufhin untersucht werden. In der Forschung vorwiegend als sozialkritischer Maler betrachtet, war er ein ebenso selbstironischer Künstler mit Witz. Zahlreiche Quellen belegen seine heute noch aktuelle Modernität und Originalität: „Der Maler ist das Auge der Welt.“ (Kriegstagebuch)

Voraussetzungen für den Erwerb von Leistungspunkten bzw. Scheinen: Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitgestaltung am Seminar; Referat und Hausarbeit. Themenverteilung in der ersten Sitzung. Frühe Themen können bereits ab Anfang März 2019 übernommen werden. Verbindliche Anmeldung unter andrea.witte@uni-muenster.de bis zum 1.3.2019 und im LSF. Um eine gleichmäßige Auslastung aller Proseminare zu gewährleisten, können Plätze ggf. ausgelost werden.

Kurs im HIS-LSF