Guter Geographieunterricht ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Im Hinblick auf heterogene Lerngruppen setzt dieser insbesondere die Diagnose von individuellen Lernvoraussetzungen sowie die Wahrnehmung und Interpretation von lernrelevanten Ereignissen im Unterricht voraus. Videovignetten stellen in diesem Kontext eine innovative Möglichkeit dar, die professionelle Unterrichtswahrnehmung zu fördern, indem sie die Komplexität von Unterricht reduziert abbilden und hierdurch den Studierenden eine Gelegenheit bieten, Lehrer- und Schülerhandeln theoriebasiert wahrnehmen und analysieren zu können.

Im Seminar soll neben der theoretischen und praxisorientierten Erarbeitung diagnostischer Grundlagen und binnendifferenzierender Unterrichtskonzepte die systematische Beobachtung geographischen Lehrens und Lernens in videobasierter Form geschult werden. Hierzu wurde eine mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 durchgeführte geographische Exkursion zum Struktur- und Funktionswandel des Stadthafens Münster aufgezeichnet, in der ein besonderer Fokus auf den Umgang mit Heterogenität gelegt wird. Die Unterrichtsvideos überbrücken die Lücke zwischen Seminarraum und Klassenzimmer und bieten den Studierenden in Vorbereitung auf das eigene unterrichtliche Handeln vielfältige Möglichkeiten, Praxiserfahrungen aus „zweiter Hand” zu reflektieren.

Das Seminar erfüllt die Anforderungen zur Implementierung von inklusionsorientierten Fragestellungen in LZV-konformer Form.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2018/19
ePortfolio: Nein