Das Streben nach der totalen Einheit? Eine Art der Fürsorge, des Sich-um-den-anderen-Kümmerns? Ein Austausch zwischen den Liebenden? In der Debatte konkurrieren seit der Antike und bis heute drei verschiedene Modelle: das Verschmelzungsmodell, das seinen ältesten Ausdruck in Platons Symposion gefunden hat und in der neueren philosophischen Forschung z.B. von den analytischen Philosophen Nozick und Salomon vertreten wird; das heute weithin akzeptierte Fürsorgemodell, das auf Aristoteles zurückgeht und in der analytischen Philosophie besonders prominent von Frankfurt vertreten wird; und schließlich das Dialogmodell, das sich ebenfalls auf Aristoteles beruft und beispielsweise von Scruton und (im deutschen Sprachraum) Krebs unterstützt wird.

Im Seminar wollen wir die drei Modelle anhand von Texten ihrer Vertreter studieren und sie gegeneinander (und natürlich gegen unser eigenes Vorverständnis) abwägen. Dies soll schon während des Seminars immer wieder auch durch schriftliche Reflexionen erfolgen. Neben dem Willen zur Lektüre der Seminartexte sollten Teilnehmer also auch ein aktives Interesse daran haben, ihre Überlegungen schriftlich darzustellen.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2018