Die Vorlesung führt in die Kirchen-, Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte des ausgehenden Mittel­alters und der Reformationszeit ein. Der erste Teil der Vorlesung behandelt die großen Ereignisse, Debatten und Tendenzen des 15. Jahrhunderts, insbesondere die Konzilien von Konstanz und Basel, die Kontroversen um die Reform der Kirche und um das Verhältnis von Papst und Konzil sowie die Entwicklungen in der Theologie und Frömmigkeitspraxis am Vorabend der Reformation. Der zweite Teil der Vorlesung beschäftigt sich mit der Reformationszeit, in der die Einheit der abendländischen Christenheit zerbricht. Die Darstellung wird dabei einem mehrdimensionalen Ansatz folgen, der auch die politischen, sozial- und mediengeschichtlichen Aspekte und Faktoren intensiv einbezieht. Ein eigener Abschnitt wird der Historiographie- und Deutungsgeschichte der Reformation – einschließlich der aktuell in Theologie und Geschichtswissenschaft diskutierten Deutungsmodelle sowie der Geschichte der populären Luther- und Reformationsmemoria – gewidmet sein.

 

Kurs im HIS-LSF