Theorie, Empirie und Praxis des Reputationsmanagements

Lehrprojekt im Sommersemester 2011 und Wintersemester 2011/12

In den vergangenen Jahren ist der Reputationsbegriff verstärkt ins Zentrum der PR-Forschung wie auch der PR-Praxis gerückt, denn Reputation hat maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg (oder auch Misserfolg) von Unternehmen und anderen Organisationen. Im engeren betriebswirtschaftlichen Kontext wird Reputation beispielsweise als immaterieller Vermögenswert verstanden, dessen Wirkungen auf Stakeholder langfristige Wettbewerbsvorteile versprechen. Die Effekte von Reputation auf einzelne Stakeholdergruppen sind sehr vielfältig. So kann Reputation etwa die Kundenbindung verstärken, die Chancen von Organisationen bei der Rekrutierung von Fachkräften erhöhen oder aber auch zu einer geringeren Skandalisierungsbereitschaft der Massenmedien führen.

Die zweisemestrige Veranstaltung „Theorie, Empirie und Praxis des Reputationsmanagements“ (Leitung: Prof. Dr. Ulrike Röttger), die noch innerhalb des Forschungsmoduls Strategische Kommunikation im Masterstudiengang Kommunikationswissenschaft stattfand, hatte zum Ziel, unterschiedliche theoretische Verständnisse von Reputation aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und zentrale Ansätze zur Reputationsmessung aufzuarbeiten und kritisch zu diskutieren.

Darauf aufbauend wurde ein eigenständiges Modell zur Reputationsmessung von nicht-ökonomischen Organisationen wie z.B. Parteien, Verbände oder Hochschulen entwickelt und im Rahmen eigener empirischer Reputationsstudien erprobt.