Lehrprojekt im Sommersemester 2010 und Wintersemester 2010/2011
Das Zusammenspiel von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation war zu Beginn der empirischen Kommunikationsforschung ein zentrales Forschungsfeld, z.B. im Zwei-Stufen-Fluss Modell. Später geriet dieser Aspekt aus dem Blickfeld. In letzter Zeit hat sich das insbesondere im Forschungsfeld medialer Kampagnen geändert. Neuere Forschung belegt, dass interpersonale Kommunikation Einfluss auf die Verbreitung und Wirkung von massenmedienvermittelten Kampagnen hat. Unklar ist aber bislang, ob und wann interpersonale Kommunikation den Kampagnenzielen hilft und wann entgegenwirkt. Diese Frage wurde im Projektseminars „Kampagnen und Konversation“ (Leitung: Prof. Dr. Volker Gehrau) theoretisch und empirisch untersucht.
Dazu wurden im ersten Semester Ansätze und Studien zur Wirkung von Kampagnen sowie zum Zusammenspiel von massenmedialer und interpersonaler Kommunikation aufgearbeitet, ein empirische Gegenstand mit entsprechender Fragestellung festgelegt, ein Wirkungsmodell aufgestellt sowie dazu eine empirische Studie konzipiert und durchgeführt. Diese wurde im Folgesemester ausgewertet, in Bezug auf das Wirkungsmodell interpretiert und publikationswürdig aufbereitet.

