Tagung „Kolonialgeschichte und Geschichtskultur: Einstellungen und historisch-politische (Bildungs- ) Perspektiven

Welchen Platz nimmt die koloniale Vergangenheit in unserer Erinnerungskultur und Bildungspraxis ein? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung „Kolonialgeschichte und Geschichtskultur: Einstellungen und historisch-politische (Bildungs-)Perspektiven“, die am 26. und 27. März 2026 im Senatssaal des Schlosses Münster stattfand.

Die Konferenz brachte nationale und internationale Expert*innen zum Thema Erinnerungskultur und Bildungspraxis in Bezug auf koloniale Vergangenheit zusammen.  Unter anderem waren auch Mitglieder des Centre for Empire Studies (CES) an der Gestaltung der Tagung beteiligt:

So eröffnete Holger Thünemann (Münster/CES) die Tagung und moderierte die Keynote von Bernd-Stefan Grewe (Tübingen) zum Thema „Koloniales Erben – Deutsche Erinnerungskultur und die Kolonialzeit“.

Johannes Jansen (Münster/CES) stellte die Ergebnisse einer repräsentativen Studie zu den Einstellungen der deutschen Bevölkerung zur Kolonialzeit vor. Sarah Albiez-Wieck (Münster/CES) steuerte einen wissenschaftlichen Kommentar zum Panel bei.

Zudem erschlossen Philipp Erdmann (Stadtarchiv Münster/CES) und Felicity Jensz (CES) bei einem historisch-kritischen Stadtrundgang kolonialhistorische Orte in Münster wie das Train-Denkmal und das Ketteler-Denkmal.

Den Abschluss bildete ein interdisziplinärer Roundtable, der Möglichkeiten und Grenzen historisch-politischer Bildung in Nordrhein-Westfalen auslotete.

Die Tagung fand im Rahmen des Verbundprojekts „Kolonialgeschichte, Geschichtskultur und historisch-politische Bildung in NRW“ statt. Sie wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW sowie der Landeszentrale für politische Bildung NRW.