Gute Pässe zuspielen
Christian Preidel im Gespräch mit Teresa Schweighofer über Vernetzung und Innovation in der Arbeitsgemeinschaft Pastoraltheologie
DOI:
https://doi.org/10.17879/zpth-2025-9328Abstract
Das Interview mit Teresa Schweighofer, in dem sie auf ihre Zeit im Vorstand der AG Pastoraltheologie zurückblickt, beleuchtet Entwicklung und Zukunftsperspektiven der AG im Kontext gesellschaftlicher und kirchlicher Transformationsprozesse. Ausgehend von ihrer Forschung zu freien Ritualbegleiter*innen diskutiert Schweighofer zentrale Herausforderungen der Pastoraltheologie: die Spannung zwischen Passung und Nicht-Passung kirchlicher Angebote, den Umgang mit Ambiguität und die Frage nach Einheit in Verschiedenheit. Die Kongressthemen der AG werden als Seismografen für den Dialog zwischen Theologie und Gegenwartskultur analysiert – von Digitalisierung über Säkularität bis zum Anthropozän. Schweighofer plädiert für einen selbstbewussten Umgang mit Referenztheorien und fordert eine stärkere ökumenische und interreligiöse Öffnung der Fachgemeinschaft. Die Metapher des „schönen Fußballs" verdeutlicht ihr Verständnis von Wissenschaft als kooperativem Prozess, bei dem es nicht primär um individuelle Erfolge, sondern um produktive Zusammenarbeit geht.
This interview with Teresa Schweighofer examines the development and future perspectives of the Academic Society for Pastoral Theology in the context of social and ecclesial transformation processes. Starting from her research on independent ritual facilitators, Schweighofer discusses central challenges of pastoral theology: the tension between fitting and non-fitting of church offerings, dealing with ambiguity, and the question of unity in diversity. The congress themes of the working group are analyzed as seismographs for the dialogue between theology and contemporary culture – from digitalization through secularity to the Anthropocene. Schweighofer advocates for a confident approach to reference theories and calls for a stronger ecumenical and interreligious opening of the academic community. The metaphor of "beautiful football" illustrates her understanding of scholarship as a cooperative process, where the focus is not primarily on individual success but on productive collaboration.