Am 28. September 2026 wird der Karl-Zuhorn-Preis (LWL-Wissenschaftspreis) an Rita Schlautmann-Overmeyer und Gisela Möllenhoff verliehen, die für ihr ehrenamtliches Engagement zur Erforschung jüdischen Lebens in Westfalen ausgezeichnet werden.
Seit den 1980er Jahren leisten beide Historikerinnen wichtige Beiträge zur Erinnerung an das Schicksal von Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit in Deutschland, die in zahlreiche Grundlagenwerke, wie „Jüdische Familien in Münster 1918–1945“, das „Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“ sowie die jüngst publizierten „Exile Letters. Friedeman-Waldeck […]“ eingeflossen sind.
Die Preisverleihung findet am 28.09.2026 um 19 Uhr im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur (Domplatz 10, 48143 Münster) statt.
Die Bibliographie erschließt einen fortlaufend aktualisierten Datenbestand städtegeschichtlicher Literatur mit Verlinkungen zu frei zugänglichen digitalen Publikationen und Rezensionen.
In den regelmäßigen Workshops stellen junge Forschende aktuelle Projekte, Methoden und Fragestellungen der vergleichenden Städtegeschichte vor und diskutieren diese gemeinsam.
2024 ist mit Magdeburg der 7. Band des "Deutschen Historischen Städteatlas" erschienen. Seit Oktober 2025 wird in einem großen interdisziplinären Team der nächste Atlas zu Lübeck erarbeitet.
2025 ist mit Bödefeld der 20. Band des "Historischen Atlas westfälischer Städte" erschienen. Aktuell wird in diesem Projekt in Zusammenarbeit mit Hartmut Klein ein Städteatlas zu Bad Oeynhausen vorbereitet.
In der Reihe "Städteforschung" werden seit den 1970er Jahren Sammelbände und Monographien zu aktuellen städtegeschichtlichen Themen publiziert.
Im Frühjahr 2026 ist hier der 108. Band mit zentralen städtegeschichtlichen Beiträgen von Gerd Schwerhoff erschienen.
In diesem Projekt wird das Phänomen der Reichsstädte in Mittelalter und Früher Neuzeit systematisch erfasst und durch ein digitales Informationssystem zugänglich gemacht.
Das Projekt erarbeitet einen digitalen Ansatz für die Erforschung von Urbanität, basierend auf einem skalierbaren Katalog von Urbanitätsmerkmalen der Siedlungen in Westfalen und Mecklenburg (800-1800).
Seit 2025 werden in diesem Projekt private Korrespondenzen aus der Region Westfalen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges systematisch erhoben und inhaltlich erschlossen.