Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie

Das 1954 gegründete Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster ist eines von 23 Universitätsinstituten der Fachrichtung Volkskunde/ Europäische Ethnologie/ Kulturanthropologie/ Empirische Kulturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Die Forschung und Lehre des Seminars widmet sich Erfahrungsformen und Lebenswelten der Alltagskultur mit dem Fokus auf Deutschland in seinen globalen Bezügen.

Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Familie und Verwandtschaft sowie populäre Kosmologien (z.B. Aberglaube). Dabei integriert das Seminar eine wissenschaftshistorisch reflektierte historisch-volkskundliche Anthropologie und Gegenwartsstudien in kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Der Alltag in unseren Augen im November 2016: Hausfilme und Filmhäuser

Logo Reel Houses
Logo der Filmreihe: Niels Hölscher u. Lydia Lahr, FH Münster.
© Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie

Das Einfamilienhaus ist eine weltweit bekannte Form. Bewegte und unbewegte Bilder haben dazu beigetragen: Indem das Einfamilienhaus als Wohnort guter Familien- und Geschlechterordnung propagiert wurde, oder indem es als schönes Eigentum dem kasernenähnlich visualisierten öffentlichen Wohnbau gegenübergestellt wurde. Zugleich aber ist das Einfamilienhaus auch im Film der Ort der Enttäuschung idyllischer Vorstellungen vom harmonischen Familienleben und von zufriedenstellender Rollenverteilung. Unsere Filmreihe Reel houses zeigt in diesem Monat im Cinema (Münster) einen Bausparwerbefilm der 1950er Jahre und eine Satire über das Kleinstadtleben in der nord-holländischen Provinz der 1960er Jahre (9. November) und das Räumen eines ererbten Eigenheims im Zürich der 2000er Jahre (30. November). (Gesamtes Filmprogramm Oktober 2016 bis Februar 2017: Plakat, Folder).