Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie

Das 1954 gegründete Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster ist eines von 23 Universitätsinstituten der Fachrichtung Volkskunde/ Europäische Ethnologie/ Kulturanthropologie/ Empirische Kulturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Die Forschung und Lehre des Seminars widmet sich Erfahrungsformen und Lebenswelten der Alltagskultur mit dem Fokus auf Deutschland in seinen globalen Bezügen.

Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Familie und Verwandtschaft sowie populäre Kosmologien (z.B. Aberglaube). Dabei integriert das Seminar eine wissenschaftshistorisch reflektierte historisch-volkskundliche Anthropologie und Gegenwartsstudien in kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Der Alltag in unseren Augen – Mai 2016: Publizieren im Open Access

2016-05
Workshop zu Geschichte, Kulturwissenschaft und Archivwesen im Open Access, organisiert vom Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Referat für die Kulturgüter der Orden, Wien
© Institut für Österreichische Geschichtsforschung

Digitale Techniken und das Internet haben die Situation des wissenschaftlichen Publizierens grundlegend verändert. Die Produktionsmittel sind einfacher und kostengünstig zugänglich, ein Text ist digital rasch gesetzt und schnell gedruckt oder online gestellt. Dem stehen Ansprüche an die Qualität von Druck und Inhalten gegenüber. Zugleich sind Autorinnen und Autoren mit einer sich stark bewegenden rechtlichen Situation konfrontiert. Diese ist national wie international auch für Fachleute kaum eindeutig einzuschätzen. Mit der 2014 eingeworbenen Projektförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Programm Wissenschaftliche Literatur- und Informationsversorgungssysteme erarbeiten wir hier eine erste tragfähige Lösung.
Im Rahmen der Herausgeberschaft für die 2006 gegründete Zeitschrift für Kulturwissenschaften (gemeinsam mit Karin Harrasser, Kunstuniversität Linz) wurde ein Veröffentlichungsvertrag für die Print- und für die Open-Access-Version (seit 2014) entwickelt. Dieser muss viele Interessen abbilden: HerausgeberInnen, transcript-Verlag für die Print-Version, AutorInnen, Regularien der Forschungsförderung der DFG, Open Access-Repositorium der ulb Münster u.a. Auf dem Workshop #viejournals stellen wir unsere Herangehensweise vor und informieren uns über den Stand in vergleichbaren Projekten.