Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie

Das 1954 gegründete Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster ist eines von 23 Universitätsinstituten der Fachrichtung Volkskunde/ Europäische Ethnologie/ Kulturanthropologie/ Empirische Kulturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Die Forschung und Lehre des Seminars widmet sich Erfahrungsformen und Lebenswelten der Alltagskultur mit dem Fokus auf Deutschland in seinen globalen Bezügen.

Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Familie und Verwandtschaft sowie populäre Kosmologien (z.B. Aberglaube). Dabei integriert das Seminar eine wissenschaftshistorisch reflektierte historisch-volkskundliche Anthropologie und Gegenwartsstudien in kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Der Alltag in unseren Augen im Oktober 2016: Ein nachhaltiges Haus

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Institut für Wasser∙Ressourcen∙Umwelt der FH Münster: Stoffanalyse in einem Gebäude aus den 1960er Jahren
© Foto: Claas Fricke

›Nachhaltigkeit‹ ist ein politisch hoch mobilisiertes Konzept geworden. Auch das Wohneigentum soll nachhaltig gebaut werden. So fördert die KfW-Bank die Einhaltung von Energieeffizienzklassen, und die Aussteller von Fertigteilhäuser werben mit den Möglichkeiten der Energieeinsparung. In der Rechnung der öffentlichen Hand hingegen gelten Einfamilienhäuser als durchaus ressourcenaufwendig, vor allem wegen des Flächenbedarfs und der Erschließungs- und Erhaltungskosten für die technische und soziale Infrastruktur. Um was geht es also, wenn von ›Nachhaltigkeit‹ die Rede ist? Katherin Wagenknecht und Niklas Heller vom BMBF-Forschungsverbund Hausfragen untersuchen solche Fragen in ihren ethnografischen und ressourcenwissenschaftlichen Materialanalysen. Am 13./14. Oktober 2016 präsentieren sie erste Ergebnisse auf der internationalen Konferenz des Forschungsverbunds Homes-uP zum Thema »Single-Family Homes under Pressure« im Zentrum für europäische Wirtschaftsförderung in Mannheim.