Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie

Das 1954 gegründete Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster ist eines von 23 Universitätsinstituten der Fachrichtung Volkskunde/ Europäische Ethnologie/ Kulturanthropologie/ Empirische Kulturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Die Forschung und Lehre des Seminars widmet sich Erfahrungsformen und Lebenswelten der Alltagskultur mit dem Fokus auf Deutschland in seinen globalen Bezügen.

Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Familie und Verwandtschaft sowie populäre Kosmologien (z.B. Aberglaube). Dabei integriert das Seminar eine wissenschaftshistorisch reflektierte historisch-volkskundliche Anthropologie und Gegenwartsstudien in kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Der Alltag in unseren Augen – Mai 2015: Ra[ssenkunde], 2013 – eine Wissensordnung

2015-05 Rassenkunde
Bücher mit der Signatur [Ra]ssenkunde, Fachbibliothek, 2013. Projekt in der Dauerausstellung zehn Fußnoten. Wie die Volkskultur zur Universität kam. Autorin: Christiane Torzewski, Gestaltung: Laura Grahn und Laetitia Korte, FH Münster, Foto: Christian Kintner.


Das Sammeln und Zeigen von Wissen ist kein neutraler Vorgang. In Archiven, Bibliotheken und Museen fungieren Klassifikationen und Kategorien als je eigene Sinnsysteme. Studierende des MA-Studiengangs Kulturanthropologie/Volkskunde haben in einem Lehrforschungsprojekt eine neue Dauerausstellung in den Räumen des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie und der Fachbibliothek erarbeitet. Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Ein Folder dokumentiert die Recherchen zu materiellen Zeugnissen der Institutsgeschichte. Auf der Homepage sind erste Einblicke in eine Provenienz-recherche zur Fachbibliothek publiziert. Ein Vortrag in Kooperation mit dem Westfälischen Kunstverein stellt das Sammeln und Zeigen von Wissen zwischen Kunst und Kulturgeschichte am Mittwoch, 6. Mai 2015 zur Diskussion.