Pegah Byroum-Wand
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Einheit der Differenz – Hybridität, Selbstablehnung und Neuverortung in der Post-DDR-Literatur

Im Zuge des Systemumbruchs 1989/90 in Deutschland war eine ungleiche Verteilung von Definitionsmacht über das Verhältnis von Ost und West zu beobachten, die teilweise bis heute fortwirkt. In gesellschaftlichen Debatten artikulierte sich eine Defizitperspektive auf den Osten, um die Vorrangstellung des vereinten Deutschlands gegenüber der ehemaligen DDR zu legitimieren. Auch ein Teil der (Post-)DDR-Literatur wurde entwertet. Anhand ausgewählter Post-DDR-Romane wird gefragt, wie das Zusammenspiel von hegemonialen sowie marginalisierten Perspektiven und Identitäten ästhetisch verhandelt wird. Dazu werden die Konzepte ‚Hybridität‘ und ‚dritte Räume‘ des Literaturwissenschaftlers und postkolonialen Theoretikers Homi K. Bhabha herangezogen, erweitert und mit erzählanalytischen Kategorien verknüpft. Diese Publikation verortet die Post-DDR-Literatur in einem globalen Kontext und versteht sich als Beitrag zu einer machtkritisch und diversitätsorientiert ausgerichteten Literaturwissenschaft.

Fach: Germanistik/Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Betreuer/innen: Frau Prof. Dr. Cornelia Blasberg und Drittbetreuerin PD Dr. Birgit Dahlke (HU Berlin)
Arbeitsschwerpunkte: Antidiskriminierung und diskriminierungskritische Diversität, Partizipation und Machtkritik (machtkritische Beiratsarbeit und Kollaborationen), Antirassismus und postmigrantische Perspektiven, Aktivismus und Museum

Kontakt

Lebenslauf

 
05/2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Wissenschaftskommunikation und Partizipation im von der Berlin University Alliance geförderten Forschungsverbund "Museums and Society. Mapping the Social"
07/2020 bis 04/2021 Projektleitung und -konzeption von Workshops im Rahmen des Projekts "Reflexionen. Koloniales Erbe im Brücke-Museum Berlin" sowie Referentin für Diversitätsentwicklung im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes Berlin
02/2021 Verteidigung meiner Dissertation "Einheit der Differenz. Hybridität, Selbstablehnung und Neuverortung in der Post-DDR-Literatur" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Fachbereich: Neuere deutsche Literaturwissenschaft)
01/2019 bis 05/2019 Weiterbildung "Diversitätsorientierten Organisationsentwicklung" bei der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie e.V. (RAA), Berlin
05/2017 bis 05/2019 Projektmitarbeiterin im Bereich Migration und Diversität bei den Akademieprogrammen des Jüdischen Museums Berlin
05/2016 bis 05/2017 Mitarbeiterin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Volontariat) in der Akademie der Künste, Berlin
2012-2015 Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung
seit 04/2012 Kollegiatin im Promotionskolleg Literaturtheorie als Theorie der Gesellschaft und Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung
2009 - 2012 Dozentin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie Pädagogische und administrative Hilfskraft in Köln und Berlin
2010 Absolventenpraktikum im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Redaktion von Arsprototo in der Kulturstiftung der Länder, Berlin
2007 Redaktionspraktikum bei der taz.nrw
2006 - 2009 Studentische Hilfskraft am Institut für deutsche Sprache und Literatur I, Universität Köln
2003 - 2009 Magisterstudium der Germanistik, Geschichte und Anglistik an der Universität zu Köln
2003 Abitur
1984

geboren

Vorträge

 
02/2013 „Indigniez-vouz!“ – Geschichte schreiben im 21. Jahrhundert an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Titel: „Eine fintierte Revolte. Kontrafaktische Geschichtsdarstellung in Volker Brauns Die hellen Haufen (2011)“
06/2012 Die zwei Körper der Nation. Ästhetische Figurationen des Politischen, Universität Luxemburg. Titel: „!Keiner betritt noch 1 Mal diese Ruine. Ästhetische Repräsentationen des wiedervereinigten Deutschlands in Reinhard Jirgls Roman Hundsnächte (1997)“(Publikation in Vorbereitung).
06/2011 Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums für (Post-)DoktorandInnen des CePoG Trier. Titel: „Die Barbarin aus dem Osten. Kolonisierung des Weiblichen in Monika Marons Animal Triste (1996)“