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Personenbezogene Daten

Warum sollten personenbezogene Daten geschützt werden?

Gemäß bundesdeutschem Recht hat jeder Bürger das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, d.h. er oder sie kann die Preisgabe und Verwendung seiner oder ihrer personenbezogenen Daten bestimmen.

Das Bundesverfassungsgericht fordert "unter den modernen Bedingungen der Datenverarbeitung (...) den Schutz des oder der  Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner oder ihrer persönlichen Daten"2 für die freie Entfaltung der Persönlichkeit.

"Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten sind nur zulässig, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene eingewilligt hat." (§4 I BDSG) Das bedeutet für die "Betroffenen", dass sie sich sehr gut überlegen sollten, ob sie diese Einwilligung erteilen wollen und für diejenigen, die mti der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung dieser Daten dienstlich betraut sind, dass sie verantwortlich mit diesen Daten umgehen sollten.

Das Team IV-Sicherheit stellt in diesem Zusammenhang die Einhaltung der nach §9 BDSG geforderten Technisch-Organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen sicher. Sollten Sie also Zweifel haben, dass aktuelle Sicherheitsmaßnahmen dem angestrebten Schutzzweck nicht entsprechend Rechnung tragen, können Sie sich gerne an uns oder den Datenschutzbeauftragten wenden.

1) BVerfG, Urteil v. 15. Dezember 1983, Artikel 1. (Stand 27. September 2012).

Was sind personenbezogenen Daten?

Zu den personenbezogenen Daten zählen gemäß dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit in NRW "Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person. Einzelangaben (...) sind beispielsweise"1:

  • Name, Alter, Familienstand, Geburtsdatum,
  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail Adresse,
  • Konto-, Kreditkartennummer,
  • Kraftfahrzeugnummer, Kfz-Kennzeichen,
  • Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer,
  • Vorstrafen,
  • genetische Daten und Krankendaten und
  • Werturteile, wie zum Beispiel Zeugnisse.

Das Bundesverfassungsgericht fordert "unter den modernen Bedingungen der Datenverarbeitung (...) den Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten"2 für die freie Entfaltung der Persönlichkeit.

1) Landesdatenschutzbeauftragter NRW: Personenbezogene Daten (Stand 27. September 2012).

Empfehlungen

  • Seien Sie sparsam bei der Angabe von persönlichen Daten (ein Paketzusteller bspw. muss freilich wissen, wohin er liefern soll, aber sehr wahrscheinlich wird das Paket auch ohne die Angabe Ihres Geburtsdatums erfolgreich zugestellt).
  • Informationen und Daten wie z.B. Fotos können, wenn Sie einmal im Internet kursieren, nicht mehr oder nur mit erheblichen Aufwand gelöscht werden – auch wenn aktuell an solchen Verfahren gearbeitet und sogar Gesetzesentwürfe eingebracht werden.
  • Nutzen Sie Datensicherung und Datenverschlüsselung, um sich gegen Datenverlust und Datendiebstahl zu sichern.
  • Seien Sie skeptisch und misstrauen Sie Dienstleistern im Internet oder Programmen, deren Arbeitsweise Sie nicht kennen. Selten wird etwas kostenfrei angeboten für das üblicherweise zu zahlen wäre: Sie zahlen meist mit Ihren Daten, die vermarktet werden. Hinweise auf solche Vermarktung findet man in den Nutzungsbedingungen des Dienstleisters.