Studien zur Praktischen Theologie

Herausgegeben von Prof. Dr. Reinhard Feiter und Prof. Dr. Judith Könemann


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Gereon Heuft

Not lehrt (nicht) beten


Die hier vorgelegte Studie will die Säkularisierungsdebatte um die Perspektive der intrapsychischen Realität der Menschen im Hinblick auf ihre religiösen Einstellungen erweitern. Dazu wurden alle Patienten des Jahres 2013 der psychosomatisch-psychotherapeutischen Ambulanz des Universitätsklinikums befragt, und deren Antworten verglichen mit einer bundesweiten repräsentativen Stichprobe des gleichen Jahres.

Die Haupthypothese lautet: zeigen körperlich Erkrankte oder / und unter einer psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankung leidenden Patienten, die also alle „in Not“ sind, eine stärkere „Gläubigkeit“, eine vertiefte „Spiritualität“ und eine während der Erkrankungszeit zunehmende religiöse Praxis? Lehrt also Not beten? Überraschender Weise wird nur bejaht, dass religiöse Fragen eine stärkere Rolle spielen mögen. Not lehrt insofern eher „suchen“, aber wohin richtet sich diese Suche? - Der Leser findet darüber hinaus eine Fülle anregender Einzelergebnisse.

Der empirisch-deskriptive Forschungsansatz wird ergänzt durch eine Diskussion des Stellenwertes des - psychodynamisch verstandenen - Selbst-Bildes. Das hier entwickelte Konzept der Selbstoptimierung könnte das Potenzial haben, religionssoziologische Ansätze um eine intrapsychische Perspektive zu erweitern.

Wenn die Praktische Theologie ein Sensorium für die zunächst noch individuell daher kommende intrapsychische „Not“ entwickeln könnte, würde sie ahnen, wie dringend Antwortversuche sind, damit sich dieser noch als persönliche Spannung erlebte Druck auf Grund seiner Unerträglichkeit nicht auf Dauer in malignen gesellschaftlichen Reaktionen entlädt.

Reihe Diakonik

Herausgegeben von Prof. Dr. Giancarlo Collet, Prof. Dr. Reinhard Feiter, Prof. Dr. Dr. Karl Gabriel, Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle, Prof. DDr. Hermann Steinkamp

Kleine Reihe B


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Andreas Heek

Väter behinderter Kinder. Eine pastoraltheologische Studie im Zusammenhang von Krise und Bewältigung

Krisen sind „Orte“, an denen Sinnstrukturen besonders prägnant sichtbar und zugleich existentiell hinterfragt werden. Wie verarbeiten Väter die Tatsache, ein behindertes Kind zu haben? Ist Religiosität ein wesentlicher Bewältigungsfaktor? Und wenn ja, worin findet sie dann ihren Ausdruck? Aufgabe und Auftrag der Pastoraltheologie und der seelsorglichen Praxis ist maßgeblich die Berücksichtigung des vorfindlichen „Lebensglaubens“ der Betroffenen, dessen Basis die Bindung und Liebe zwischen Vater und Kind ist.

Reihe Bildung und Pastoral

Herausgegeben von Prof. Dr. Reinhard Feiter und Prof. Dr. Judith Könemann


Frei Geben
© Hg

Reinhard Feiter / Hadwig Müller (Hg.)

Frei geben. Pastoraltheologische Impulse aus Frankreich

Das Evangelium hat mit der Gesellschaft, in der wir leben, mehr zu tun, als jene, die berufsmäßig mit Kirche und Pastoral zu tun haben, oft meinen. Denn in vielen Erfahrungen heutiger Menschen scheint die Weise auf, in der Jesus von Nazareth verschüttetes Leben in seinen Mitmenschen freigab. Doch müssen diese Erfahrungen neu entdeckt werden!
Die Texte dieses Buches spannen den Bogen von konkreten Erfahrungen kreativer Gemeinwesenarbeit bis zu theologischem Nachdenken. So führen sie an die Wurzel der christlichen Botschaft: Sie eröffnen Freiheit.
Reinhard Feiter und Hadwig Müller machen ein weiteres Mal Texte französischer Pastoraltheologie zugänglich und ermutigen dazu, die stilbildende und freigebende Kraft des Evangeliums fruchtbar zu machen.