Seminar für Pastoraltheologie

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Entscheidungen
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Neue Buchreiche ,Identität und Auftrag'

Herr Prof. Dr. Michael Fischer ist Herausgeber der neuen Buchreihe ‚Identität und Auftrag‘. Der erste Band dieser Reihe, der sich mit Entscheidungen im Management konfessioneller Einrichtungen befasst, ist jetzt erschienen.

Laut Prof. Dr. Michael Fischer stehen Einrichtungen der Caritas und Diakonie unter Druck. „Konfessionelle Krankenhäuser, Behinderten- und Seniorenheime sowie andere Einrichtungen werden aus der Gesellschaft, aber auch aus der Kirche selbst in unterschiedlicher Weise angefragt.“ Die sich wandelnden finanziellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen erfordern grundlegende Reformprozesse. Für Prof. Fischer geht es hierbei nicht nur um das nackte finanzielle Überleben dieser Einrichtungen, sondern um eine Weiterentwicklung auf der Grundlage ihrer kirchlichen und biblischen Tradition.

Es stellen sich grundlegende Fragen: Worin zeigt sich die Identität kirchlicher Einrichtungen und was ist ihr spezifischer Auftrag? Die neue Buchreihe möchte zu diesen wichtigen Anfragen Impulse beisteuern: aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen, theoriegeleitet und praxisbezogen.

Der erste Band mit dem Titel ‚Ethische Entscheidungen im Management christlicher Organisationen‘ liegt jetzt vor. In christlichen Organisationen sind ethisch reflektierte Entscheidungen im Manage­ment unerlässlich. Auf diesen Bedarf antwortet das anwendungsorientierte und in der Praxis erprobte Entscheidungsinstrument „Ethisch entscheiden“. Damit können Leitungspersonen und -gremien konkrete ökonomische und organisatorische Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in einem christlichen Werterahmen reflektieren. In diesem Buch wird dieses wissenschaftlich basierte Instrument vorgestellt, in einen theoretischen Hintergrund eingebettet, seine Anwendung erklärt und erste Erfahrungen reflektiert.

Identität und Management
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Michael Fischer – Identität und Management
Christliche Bindung caritativer Einrichtungen


Um am Markt erfolgreich zu sein, benötigen konfessionelle Krankenhäuser, Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen nicht nur eine christliche Motivation, sondern auch ein modernes Management und einen klaren Blick auf die Bedeutung ökonomischer Parameter. Dies mit der christlich-ethischen Dimension zusammenzubringen, erweist sich oft als Herausforderung. Das Buch „Identität und Management. Christliche Bindung caritativer Einrichtungen“ greift dieses Thema auf. Erschienen ist es jetzt als fünfter Band der Reihe „Mauritzer Schriften“, die von der St. Franziskus-Stiftung Münster herausgegeben wird, einer der größten konfessionellen Krankenhausgruppen Deutschlands.

Das Buch vereint sieben eigenständige Beiträge von Autoren aus Theologie sowie Gesundheits- und Sozialwesen. Darunter ist Professor Dr. Joachim Wanke, emeritierter Bischof von Erfurt. Er legt den Vortrag „Kirchliche Medizineinrichtungen im Wettbewerb – Kann man mit dem christlichen Menschenbild punkten?“, den er im vergangenen Jahr vor rund 500 Mitarbeitern der St. Franziskus-Stiftung Münster gehalten hat, hier schriftlich vor. Weitere Texte thematisieren das Spannungsfeld von ethischem Anspruch und ökonomischen Erfordernissen in caritativen Unternehmen, den Aufbau einer christlichen Identität und Impulse aus der Ordensregel Franz von Assisis. Auch mit dem durchaus brisanten Thema der Arbeitssituation von Beschäftigten in christlichen Krankenhäusern unter zunehmendem ökonomischem Druck befasst sich ein Beitrag. Ein weiterer untersucht den Ablauf und die Qualität von Entscheidungsprozessen in caritativen Einrichtungen.

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Gereon Heuft – Not lehrt (nicht) beten

Die hier vorgelegte Studie will die Säkularisierungsdebatte um die Perspektive der intrapsychischen Realität der Menschen im Hinblick auf ihre religiösen Einstellungen erweitern. Dazu wurden alle Patienten des Jahres 2013 der psychosomatisch-psychotherapeutischen Ambulanz des Universitätsklinikums befragt, und deren Antworten verglichen mit einer bundesweiten repräsentativen Stichprobe des gleichen Jahres.

Die Haupthypothese lautet: zeigen körperlich Erkrankte oder / und unter einer psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankung leidenden Patienten, die also alle „in Not“ sind, eine stärkere „Gläubigkeit“, eine vertiefte „Spiritualität“ und eine während der Erkrankungszeit zunehmende religiöse Praxis? Lehrt also Not beten? Überraschender Weise wird nur bejaht, dass religiöse Fragen eine stärkere Rolle spielen mögen. Not lehrt insofern eher „suchen“, aber wohin richtet sich diese Suche? - Der Leser findet darüber hinaus eine Fülle anregender Einzelergebnisse.

Der empirisch-deskriptive Forschungsansatz wird ergänzt durch eine Diskussion des Stellenwertes des - psychodynamisch verstandenen - Selbst-Bildes. Das hier entwickelte Konzept der Selbstoptimierung könnte das Potenzial haben, religionssoziologische Ansätze um eine intrapsychische Perspektive zu erweitern.

Wenn die Praktische Theologie ein Sensorium für die zunächst noch individuell daher kommende intrapsychische „Not“ entwickeln könnte, würde sie ahnen, wie dringend Antwortversuche sind, damit sich dieser noch als persönliche Spannung erlebte Druck auf Grund seiner Unerträglichkeit nicht auf Dauer in malignen gesellschaftlichen Reaktionen entlädt.

Wie Lernt Kirche Partizipation
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Elisa Kröger – Wie lernt Kirche Partizipation?

„Wie lernt Kirche Partizipation?“ — Die Suche nach Antworten steht in fast allen deutschsprachigen Bistümern weit oben auf der Agenda. Die Frage, wie sich Kirche vor Ort entwickelt, wird insbesondere mit der Perspektive einer stärkeren Partizipation durch freiwillig Engagierte verbunden. Wo Antworten nicht darauf abzielen, nur die Lücken zu füllen, die durch fehlende Hauptamtliche aufklaffen, beginnt ein tiefgreifender Lernprozess auf Augenhöhe. Erst dann, wenn die Selbstorganisation von Christinnen und Christen an erster Stelle steht, wird Partizipation zu einer echten Entwicklungsperspektive für die Kirche.

Die 27 Beiträge dieses Bandes beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Zusammenspiel von Partizipation und Bildung in der Kirchenentwicklung. Durch das Wechselspiel von Theorie und Praxis wird der Band zu einem Studier- und Erfahrungsbuch für alle, die sich von Lernwegen zu einer „partizipativen Kirchenentwicklung“ inspirieren lassen wollen.