Orchester und Ensembles

  • Collegium Musicum Instrumentale

    Das Institut für Musikwissenschaft und das Collegium Musicum Instrumentale teilen sich das Grüngungsjahr 1927 und haben seitdem eine gemeinsame Geschichte. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Orchesters.

  • Kleine Cantorey Münster

    Die Kleine Cantorey Münster ist ein Vokal- und Instrumental-Ensemble aus
    professionellen und semi-professionellen Musiker*innen, das seit 2016 in
    wechselnden kammermusikalischen Besetzungen zu Konzertprojekten
    zusammenfindet. Schwerpunkt der Konzertprogramme ist die alte Musik vor
    1600.

    Das Ensemble ist unserem Institut Musikwissenschaft eng verbunden: Es finden
    sich ehemalige Studierende und Mitarbeiter unter den Mitwirkenden, der
    organisatorische Leiter des Ensembles, Robert Memering, ist Lehrbeauftragter
    am Institut. Die Probenarbeit findet regelmäßig im Institut statt, und auch
    akademische Veranstaltungen und Feierstunden werden immer wieder von der
    Kleinen Cantorey musikalisch begleitet, so zuletzt beim Abschied des
    ehemaligen Institutsdirektors Prof. em. Dr. Jürgen Heidrich.
     

  • © Daniel Glowotz

    LA FONTE – Barockensemble Westfalen

    Dass Musikforschung und Historische Aufführungspraxis im Idealfall Hand in Hand gehen und zur Wiederentdeckung einer ganzen Musikkultur im Konzertleben führen können, belegt wohl keine Kooperation besser als die Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Münster und dem Orchester LA FONTE – Barockensemble Westfalen. Ihre Auszeichnung durch die entsprechende Förderung der Universitätsgesellschaft Münster als Leuchtturmprojekt im Jahre 2026 erscheint somit kaum als Zufall.

    Begründet im Jahre 2021 als bürgerschaftliche Initiative einer Gruppe von Musikliebhabern mit engem Bezug zur Universität Münster, befindet sich LA FONTE in der Trägerschaft des Vereins zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e.V. unter dem Vorsitz des Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Becker und der musikalischen Leitung des ehemaligen GMD der Stadt Münster, Fabrizio Ventura. Die Grundidee von LA FONTE liegt in einer Bündelung von musikwissenschaftlicher Expertise und exakter, historisch informierter Aufführungspraxis in einem Ensemble, das renommierte Berufsmusiker aus der Szene der Alten Musik unter seinem Dach vereint. Als Mitbegründer und Dramaturg des Ensembles vertritt dabei PD Dr. Daniel Glowotz, ein ausgewiesener Experte für die Musik Westfälischer Adelshöfe des 18. Jahrhunderts, den musikwissenschaftlichen Anteil dieses Unternehmens.

    In der Zeit seines Bestehens hat das Ensemble LA FONTE bislang bereits fünf Spielzeiten im Rahmen verschiedener regionaler und überregionaler Festivals sowie in Eigenverantwortung absolviert, die in den Jahren 2022-2026 in der regionalen Musikszene Westfalens für Furore gesorgt und zu einem überwältigend positiven Echo nicht nur im lokalen Feuilleton geführt haben. Ziel war und ist dabei stets die Wiederentdeckung und -belebung der originalen Musik Westfalens aus dem 18. Jahrhundert in historisch informierter Aufführungspraxis auf der Konzertbühne – in Verbindung mit Meisterwerken des internationalen Repertoires aus Barock und Klassik für die Besetzung eines kleinen Kammerorchesters.

  • © Johannes Wallenborn

    Pro Musica Orchester Münster e.V.

    Unverhofft kommt oft – dieses Motto könnte für die Zusammenarbeit des Instituts für Musikwissenschaft mit dem Pro Musica Orchester Münster e.V. stehen. Im Jahre 2025 entstand aus der spontan gefassten Idee, das musikalische Repertoire der Adelshöfe Westfalens aus dem 18. und 19. Jahrhundert in moderner Aufführungspraxis unterstützt durch musikwissenschaftliche Expertise einer breiteren Öffentlichkeit durch die Konzerte eines Amateurorchesters zugänglich zu machen, eine vielbeachtete Kooperation, die 2026 sogar mit dem Citizen-Science-Preis der Universitätsstiftung Münster ausgezeichnet worden ist.

    Während das Pro Musica Orchester Münster mit seinem fast fünfzigjährigen Bestehen bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann und aus der Amateurmusikszene der Stadt Münster kaum wegzudenken ist, handelt es sich bei der im Jahre 2017 durch PD Dr. Daniel Glowotz wieder neu aufgegriffenen Forschung zur Musik aus der letzten kulturellen Blütezeit des westfälischen Adels in der zweiten Hälfte des 18. und in den ersten Dezennien des 19. Jahrhunderts um ein noch relativ junges Forschungsgebiet. Dieses stützt sich zwar auf Vorarbeiten aus den zwanziger und neunziger Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, erweitert diese aber wesentlich und unterzieht die zugehörigen Quellen mit dem methodischen Portfolio der modernen Musikwissenschaft einer kritischen Würdigung.

    Die Idee, die Bereiche einer zeitgemäßen regionalen Musikforschung mit den spezifischen Bedürfnissen und Erfordernissen eines Amateurorchesters zusammenzuführen, erlaubt in idealer Weise den unmittelbaren Transfer von Forschungsergebnissen zur regionalen Musikgeschichte Westfalens an die interessierte Öffentlichkeit – nicht nur in Form von bürgerwissenschaftlichen Projekten in der Forschung und Lehre des Fachs Musikwissenschaft, sondern auch in der unmittelbaren Interpretation eines lokalen kulturellen Erbes, das in seiner kompositorischen Spezifik und Faktur für die Verwendung in einem nicht-professionellen Orchester wie geschaffen ist.