04.04.2023, Christina Clemm: Sexualisierte und rassistische Gewalt - der Staat, dein Freund und Helfer?
- moderiert von Lisa Schmidt und Jara Streuer
Christina Clemm ist als Fachanwältin für Familien- und Strafrecht in Berlin tätig. Sie vertritt Menschen, die von geschlechtsspezifischer, sexualisierter, rassistischer, LGBTQI*-feindlicher und rechtsextrem motivierter Gewalt betroffen sind. Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit ist Christina Clemm auch Autorin und Referentin. Ihr erstes Buch „AktenEinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt“ stand viele Wochen in der Sachbuch-Bestenliste von DLF Kultur, ZEIT und ZDF. Darüber hinaus war sie Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts des BMJV und spricht regelmäßig auf Panels zu den juristischen und sozialen Aspekten von struktureller und institutioneller Gewalt gegen Menschen aus benachteiligten Gruppen.
11.04.2023, Nicola Mühlhäußer: „Dilemma des Feminismus“- Überlegungen in Anschluss an Judith Butler
Nicola Mühlhäußer ist Wissenschaftliche Mitarbeiter*in am Philosophischen Seminar der WWU Münster. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Politischen Philosophie mit einem besonderen Fokus auf poststrukturalistische, feministische und postkoloniale Theorien. Derzeit arbeitet sie an einem Dissertationsprojekt zu einem Denken und Widerständigkeit jenseits der allgegenwärtigen Subjektlogik.
18.04.2023, Dr. Isabel Lischewski: Intersektionale Gleichheit im Verfassungsrecht?
Dr. Isabel Lischewski ist Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz (Prof. Dr. Markard) an der Uni Münster. Sie hat Rechtswissenschaft in Münster und Moskau studiert, an der Uni Münster im Völkerrecht promoviert und ihr Referendariat am Landgericht Aachen absolviert. Während ihrer Doktorarbeit, die von der Studienstiftung gefördert wurde, verbrachte sie ein Jahr als Visiting Doctoral Researcher an der New York University. Neben dem Völkerrecht umfassen ihre Forschungsinteressen Verfassungsrecht, insbesondere sozioökonomische Grundrechte, kritische Theorien des Rechts und empirische Rechtsforschung.
25.04.2023, Jara Streuer/Lisa Schmidt: Feministische Perspektiven auf Gewalt
Lisa Schmidt studierte von 2015 bis 2020 Rechtswissenschaften in Münster und Wrocław (Polen). Seit 2021 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Mark Deiters am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht in Münster. Ihre Forschungsinteressen liegen im Sexualstrafrecht und den Legal Gender Studies. Lisa Schmidt war 2021 Co-Organisatorin der ersten Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft und ist Mitglied in der Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes.
Jara Streuer studierte Jura in Berlin, Norwich (UK) und Münster. Sie ist seit 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Internationales Strafrecht (Prof. Dr. Moritz Vormbaum) an der Universität Münster und promovierte zu dem Begriff „Feminizid“ und seinen völkerstrafrechtlichen Bezügen. Jara Streuer organisierte die erste Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft in Münster mit und ist Mitglied der Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes.
02.05.2023, Dr. Leonie Steinl: Sexualisierte und reproduktive Gewalt im Völkerstrafrecht
Prof. Dr. Leonie Steinl, LL.M. (Columbia) ist Juniorprofessorin für Strafrecht an der Universität Münster. Sie hat in Hamburg, Boston und New York Jura studiert und zum Völkerstrafrecht promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Strafrechts, einschließlich seiner internationalen und interdisziplinären Bezüge, sowie im Bereich der rechtlichen Geschlechterstudien.
09.05.2023, Wiebke Forstreuter: Heteronormativität- Inter, Trans* Geschlechtlichkeit im Recht
Wiebke Forstreuter studierte von 2014-2020 Rechtswissenschaften an der Leibniz-Universität Hannover sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Anschluss hieran arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Herrn Prof. Groß am European Legals Studies Institute der Universität Osnabrück. In ihrer Promotion am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gutmann beschäftigt sie sich mit dem Geschlechtsbegriff im deutschen Recht und der Möglichkeit eines Verzichts auf die Kategorie "Geschlecht" im Recht.
16.05.2023, RA’in Dr. Laura Adamietz und Laura Wittmann: "Von der Forschung in die (anwaltliche) Praxis- Vom TSG zum Selbstbestimmungsgesetz. Ein Gespräch mit Dr. Laura Adamietz und Laura Wittmann“
Dr. Laura Adamietz ist Rechtsanwältin und Notarin in Bremen. Das Thema Transgeschlechtlichkeit ist Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Veröffentlichungen und ihrer anwaltlichen Beratung. In ihrem Buch "Geschlecht als Erwartung" (2011) hat sie die verschiedenen Dimensionen von Diskriminierung wegen des Geschlechts entlang homophober und transphober Zuschreibungen dargelegt. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins Trans Recht e.V. und Mit-Autorin des im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellten Gutachtens "Regelungs- und Reformbedarf für transgeschlechtliche Menschen", in welchem sie bereits 2016 den Entwurf eines Selbstbestimmungsgesetzes vorlegte.
Laura Wittmann ist seit 2020 Doktorandin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich „Recht und Literatur“ der Universität Münster und ist dort unter anderem Mitglied des Dynamischen Clusters „Feministische Perspektiven auf Recht und Literatur“. Sie studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Buenos Aires (Argentinien) mit dem Schwerpunkt Europa- und Völkerrecht. Nach ihrem ersten Staatsexamen war sie im Deutschen Bundestag als Rechtskandidatin tätig. Im Jahr 2019 absolvierte sie ihr Referendariat mit Stationen unter anderen bei der Europäischen Kommission und dem Bundeswirtschaftsministerium. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Arbeitsstab „Ausbildung und Beruf“ des Deutschen Juristinnenbundes.
23.05.2023, Pia Lotta Storf: Feministische Perspektiven aufs Flüchtlingsrecht
Pia Lotta Storf ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz (Prof. Dr. Nora Markard) an der Universität Münster. Ihre Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von feministischer Rechtstheorie, Flüchtlingsrecht, Antidiskriminierungsrecht und kollektiven Menschenrechten im Kontext Migration. In ihrem Dissertationsprojekt untersucht sie die kollektiven Dimensionen verschiedener Modelle der Flüchtlingsstatusbestimmung.
06.06.2023, Jasmin Beck: Diskriminierung und Gleichheit in der EMRK, der Istanbul-Konvention und der Rspr. des EGMR
Jasmin Beck promoviert am Lehrstuhl für öffentliches Recht, Völker- und Europarecht sowie empirische Rechtsforschung von Prof. Dr. Niels Petersen hier an der WWU. Ihre Dissertation schreibt sie zu den Wirkungen von aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen in Situationen von Partnerschaftsgewalt und Art. 59 der Istanbul-Konvention. Für das vom Europäischen Forschungsrat geförderte Projekt „Correcting Inequality through Law“ von Prof. Dr. Petersen untersucht sie die Fälle zum Diskriminierungsverbot der EMRK. Vor ihrer Tätigkeit an der WWU war sie Praktikantin am EGMR.
20.06.2023, Susanne Hübl: Die Stadt als Raum für alle? - Feministische Stadtgeografie
Susanne Hübl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Geographie in Münster. Als feministische Humangeographin interessieren sie die alltäglichen Aushandlungen um Reproduktion - vom Kindergebären bis zum kollektiven Kochen im Stadtteil. Methodologisch arbeitet mit künstlerischen, ethnographischen und multisensorischen Ansätzen. In ihrer Arbeit ist ihr eine intersektionale Perspektive auf Fragen von Bevölkerung, Stadt und Körper besonders wichtig.
27.06.2023, Til Rieger: Diskriminierung im Arbeitsleben und digitale Perspektiven
Til Rieger ist Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht bei Professorin Friederike Malorny, sowie Masterstudent im Arbeitsrecht. Sein Forschungsfeld liegt im Bereich des Antidiskriminierungsrechts und der Digitalisierung im arbeitsrechtlichen Kontext.
04.07.2023, Prof. Dr. Nora Markard: Feministisch durchs Studium?
Nora Markard ist Inhaberin des Lehrstuhls für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der WWU. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich der kritischen Rechtsforschung, insbesondere den Legal Gender Studies.