Programm
WGTh-Netzwerk:
Praxeo-Theologie. Programm – Probleme – Perspektiven
Praxeologie als Programm
Erste Tagung
Stand: 03.03.2026
14.30 Block 1:
Führung durch Kloster Bursfelde
16.00 Kaffeetrinken
16.30-18.00 Block 2:
Emergenz, Performanz, Ontologie: Handelt es sich um eine „Setzung“ oder um etwas, das bei einer längeren Befassung mit Praktiken emergiert, hervorkommt, sich aufdrängt?
18.30 Abendessen
19.30-21.00 Block 3:
Praxeologie und Demenz
5.3.2025
8.15 Frühstück
9.00 Block 4:
Theoretisch geframte Beispiele aus unserem Aufsatz: unterm Kreuz (stehen/sich aufhalten), Predigen oder Gebet/Sich Positionieren
10.30 Kaffeetrinken
11.00 Block 5:
Wie kommen Subjekte und Praktiken zusammen? Oder Individuen und Subjekte? Wo liegt die Agentialität von Praktiken
12.30 Mittagessen (anschließend Spazierengehen)
15.00 Block 6:
Wie verhält es sich mit Dingen und Räumen, wie werden „Objekte“ mit einbezogen, Beispiel Klosterkirche?
16.30 Kaffeetrinken
16.30-18.00 Block 7:
Gemeinsame „Begehung“/Erarbeitung von Praktiken „von unten“ (nicht von Theorie her)
18.30 Abendessen
19.30-21.00 Block 8: Praxeologie und Dogmatik
6.3.2025
8.15 Frühstück
9.00 Block 9:
Wie wirkt eine theologische Praxistheorie/Praxeo-Theologie auf andere allgemeine Praxistheorien
10.30 Kaffeetrinken
11.00 Block 10:
Wie geht es weiter, was machen wir damit, welche Relevanz kann Praxistheorie als Praxeo-Theologie für die Dogmatik sowie die Praktische Theologie entwickeln?
12.30 Mittagessen?
Ergebnis
WGTh-NETZWERK: Praxeo-Theologie. Programm – Probleme – Perspektiven
Ergebnisse der Ersten Tagung1. Wie verstehen wir die Praxistheorie(n)? (Block2)
Handelt es sich um eine „Setzung“ oder um etwas, das bei einer längeren Befassung mit Praktiken emergiert, hervorkommt, sich aufdrängt?
2. Wie definieren wir Materialität, Routinen, Veränderungen?
„Anwendungsfall“ Demenz (Block 3)
Wie wird Praxistheorie in Kontexten des Alterns konkret?
Welche weiteren Praxistheorien und/oder (ethnographischen) Methodologien werden in Kontexten des Alterns relevant?
3. Theoretisch geframte Beispiele (Block 4)
Auf welchen Theorieebenen siedelt sich Praxeo-Theologie an? Wie steht es mit einer tiefen/flachen Ontologie, mit der Mikro-, Makro- und Mesoebene?
Welche praxistheoretischen Differenzierungen benötigt Praxeo-Theologie, um sich der Beobachtung und Wahrnehmung von Praktiken zu widmen?
Welche exemplarischen Einsichten lassen sich gewinnen? Gibt es einen Mehrwert oder erweist sich der Ansatz am Ende doch als normativ?
4. Wie kommen Subjekte und Praktiken zusammen? Oder Individuen und Subjekte? Wo liegt die Agentialität von Praktiken? (Block 5)
Liegt hier, d.h. durch die Art der Fragestellung, bereits Erweiterung der Praxistheorie(n) vor?
Wie kann man die Agentialität von Praktiken mit Beispielen unterlegen, aber auch sie theoretisch beschreiben?
Decentrated Agency, embodied agency?
5. Wie verhält es sich im konkreten Kirchenraum mit Dingen und ihren Menschen, wie werden „Objekte“ mit einbezogen? (Block 6)
Welche Dinge affizieren Menschen in Kirchenräumen?
Welche Praktiken lösen Kirchenräume mit ihren Dingen im Alltag bzw. jenseits institutionalisierter („gottesdienstlicher“) aus?
6. Wie lassen sich die Beobachtungen und Wahrnehmungen theoretisieren? Gemeinsame „Begehung“/Erarbeitung von Praktiken „von unten“ (nicht von Theorie her) (Block 7)
In welchen Praxisformaten kommt Praxeo-Theologie medial zur Sprache?
Welche Praktiken identifizieren wir im digitalen/virtuellen Raum?
Wie lassen sich derartige Events praxistheoretisch rahmen?
7. Praxeologie und Dogmatik (Block 8)
Welche systematischen Ansätze entwickeln praxisbezogene Zugänge?
Welche Wirklichkeit nimmt eine Dogmatik der Lebensformen in den Blick?
8. Wie wirkt eine theologische Praxistheorie/ Praxeo-Theologie auf andere allgemeine Praxistheorien und vice versa? (Block 9)
Welche Verschiebungen ergeben sich durch eine Inductive Theology? Was trägt sie für die Praxeo-Theologie aus?
Welche Veränderungen in den Praxen ergeben sich durch eine Theologie des Festes? Was bedeutet dies für eine implizite Steuerung von Praxeo-Theologie?
9. Ertrag der ersten Tagung (Block 10)
Welche Ansätze erweisen sich als relevant für die Frage nach der Verschränkung von Systematischer und Praktischer Theologie? (Methode? Normativität? Korrektur von Praktiken in Meta-Praktiken?)
Welche Praxisfelder lassen sich - neben und jenseits von Glaubens als Praktik unterm Kreuz, Predigen als sich Positionieren gegenüber Materialität als Performanz für die Gemeinde, Beten als sich an Gott im Gespräch wenden - als Forschungsfelder von allgemeinerem Interesse definieren oder entdecken? Bekennen, Kleidung als Mode verwenden.
Also: Was trägt die Praxistheorie als (idealtypisches) Forschungsprogramm für ein Zusammenspiel von Praxis und Theorie in der (Praxeo-)Theologie aus?
In welchem Verhältnis stehen Systematische und Praktische Theologie in Bezug auf den Umgang mit Praxistheorie(n)? Insbesondere dort, wo es um die Art der Bündelung von Praktiken geht? Lebensformen und Ethos oder Clusterbildung und aus dem Feld gewonnene Theorie (ich will zeigen dass…)
Netzwerktagung 2028: 08. - 10. März 2028 in Bursfelde