Comprehensive Papyrology and Digital Study of Ancient Manuscripts

Unser Studiengang wird unter dem Kurztitel Comprehensive Papyrology (Fachübergreifende Papyrologie) ab dem WiSe 2027/28 angeboten. Der MA-Studiengang befindet sich momentan noch in der Vorbereitung zur Akkreditierung. Er wird an zwei Standorten gemeinsam eingerichtet (Münster und Köln) und von drei Standorten zusammen ausgerichtet (Münster, Köln und Heidelberg).
Der Studiengang richtet sich an einheimische wie internationale Interessent:innen, die bislang noch unbekannte Papyruszeugnisse in den Sprachen Griechisch, Koptisch und Demotisch entziffern lernen wollen, um Weltwissen aus der Antike für die Moderne wieder zugänglich zu machen. Dafür findet ein praktischer Teil des Studiums auch in einer der mit am Studiengang beteiligten Papyrussammlungen und Partnereinrichtungen statt: der Papyrussammlung und dem Papyrusmuseum in Wien, sowie den Papyrussammlungen in Hamburg, Leipzig, Köln und Heidelberg.
Für den Studiengang werden also Kapazitäten an unterschiedlichen Standorten zum gemeinsamen Nutzen vereinigt. Lehre, die es nur an einem der Standorte gibt, wird für andere Standorte hybrid geöffnet. Neben der koptischen und digitalen koptischen Papyrologie werden aus Münster ausgewählte Veranstaltungen aus der Alten Geschichte angeboten. Köln steuert die griechische literarische und dokumentarische Papyrologie bei, während Heidelberg das Angebot mit demotischer Papyrologie, lateinischer Papyrologie, digitaler griechischer Papyrologie und dem Studium der Papyri aus Herculaneum vervollständigt.
So wird den Studierenden ein abgerundeter und ausgewogener Überblick über das Spektrum der schriftlichen Hinterlassenschaften des ptolemäischen bis früharabischen Ägypten geboten, von denen hunderttausende noch ungelesene antike Texte in den Papyrussammlungen aufbewahrt werden, deren Entzifferung, Übersetzung und Veröffentlichung so weiter vorangetrieben und dauerhaft garantiert werden sollen. Das sind rund 1500 Jahre Zeitgeschichte, vom 4. Jh. v.Chr. bis ins 11 Jh. n.Chr., wenn der Gebrauch des Griechischen in Ägypten endgültig ausgelaufen und die ägyptische Sprache als Schriftsprache gänzlich ausgestorben ist.
Diese Initiative wird von der VW-Stiftung im Programm Weltwissen mit knapp einer Million Euro gefördert.
Weitere Informationen werden auf dieser Seite im Laufe der Projektentwicklung veröffentlicht. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Thomas Ford: tford@uni-muenster.de.