ZIVSMP (ab Januar 2009)
Das alte AIX-Dialogsystem ZIVunix wird durch ein leistungsfähiges Multiprozessorsystem unter Linux ersetzt. Es dient einerseits als Frontend für den neuen Parallelrechner (ZIVHPC), bietet aber auch interaktive Arbeitsmöglichkeiten mit verschiedenen Anwendungen (z.B. Matlab, Mathematica, Maple, S-Plus). Über Infiniband als Kommunikationsnetzwerk für MPI-Programme ist der Rechner mit den Rechenknoten des HPC-Systems verbunden. Darüber hinaus bietet das GPFS ein übergreifendes, einheitliches Dateisystem für Benutzerdaten. Damit ist es möglich, für parallele Anwendungen sowohl CPU-Cores des SMP-Systems als auch des HPC-Clusters zu verwenden.
Die Hardware
Der Rechner ZIVSMP ist ein DL785-System von Hewlett-Packard mit 8 AMD-Opteron Quad Core 2.3 GHz CPUs (also insgesamt 32 Cores). Mit 256 GB Hauptspeicher sollte auch der Bedarf anspruchsvoller Nutzer gedeckt sein. Ein lokales RAID1-System bietet 440GB Plattenplatz.
Die Software
Auf dem System werden die bislang im DFS angebotenen Softwarepakete installiert und zum Download bereitgestellt. Dafür stehen zur Zeit etwa 1TB Plattenplatz im SAN zur Verfügung. Als Betriebssystem kommt Red Hat Enterprise Linux 5.2 zu Einsatz. Der Server ist in das Batchsystem des Parallelrechners gleichzeitig als Client und Rechenknoten integriert. Von hier aus können die Nutzer ihre Batch-Jobs für das Gesamtsystem abschicken. Außer MPI-Programmierung bietet sich natürlich innerhalb des Systems Shared-Memory-Programmierung an, z.B. mit OpenMP.
Die Performance
LINPACK-Benchmarks wurden sowohl auf dem SMP-System allein sowie auf dem Gesamtsystem (ZIVSMP plus ZIVHPC) gerechnet. Für das SMP-System ergaben sich dabei maximal 229.5 GFlops; bei einer theoretischen Peak-Performance von 294.4 GFlops sind das immerhin ca. 78 Prozent Effizienz.
Detaillierte LINPACK-Resultate im PDF-Format.
Stand: 16.02.2009

