Frauenförderplan des Zentrums für Informationsverarbeitung (ZIV)

Für uns ist eine hohe Diversifikation in Bezug auf Altersstruktur, Lebensentwürfe, aber auch Geschlecht unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiges Ziel, um von unterschiedlichen Sichtweisen und Lebenserfahrungen zu profitieren und den Kontakt zur Lebenswirklichkeit unserer Nutzerinnen und Nutzer nicht zu verlieren. Das ZIV steht vor der besonderen Herausforderung, als vorwiegend informationstechnische Einrichtung überwiegend Absolventen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften, Technik) zu benötigen, bei denen der Frauenanteil trotz umfangreicher Werbemaßnahmen seit Jahren konstant bei unter 30 Prozent liegt. Auch bei den nicht-wissenschaftlichen Beschäftigten erfordern die Tätigkeiten am ZIV in der Regel eine handwerklich-technische Ausbildung (z.B. Fachinformatiker/in, Informationselektroniker/in). In diesem Bereich klagen die Industrie- und Handelskammern bereits seit vielen Jahren über große Schwierigkeiten, weibliche Lehrlinge zu finden.

Insgesamt liegt der Frauenanteil aller Beschäftigten (ohne Auszubildende und Hilfskräfte) zur Zeit bei 22 Prozent, bei den nicht-wissenschaftlich Beschäftigten bei 32 Prozent. Um diese Quote trotz der Einschränkungen bei der Anzahl der zur Verfügung stehenden Bewerberinnen zu erhöhen, setzt sich das ZIV aktiv dafür ein, das grundsätzliche Interesse an Berufen im IT-Bereich bereits bei Schulabgängerinnen zu erhöhen, etwa durch die Beteiligung an Aktionen wie dem Girls Day oder dem Hochschultag. Außerdem konnte bisher allen weiblichen Interessentinnen ein Praktikumsplatz angeboten werden. Auch bei regulären Ausschreibungen werden Frauen in der Regel überproportional zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und bei gleicher Qualifikation grundsätzlich bevorzugt eingestellt (so liegt der Frauenanteil unter den Bewerbungen auf die ausgeschriebenen Stellen der Jahre 2009 bis heute bei lediglich 16 %, der Anteil an den Vorstellungsgesprächen und bei den Neueinstellungen jeweils bei 27%). Hier ist aber in den letzten Jahren eine leichte Verbesserung spürbar. Im Zeitraum 2004 bis 2008 hatte der Anteil der Bewerberinnen lediglich 14 % betragen.

Wir fördern die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neuen Techniken und Arbeitsformen und effizienten Kommunikationstechniken durch interne und externe Schulungen. Eine gleichberechtigte Teilhabe und angemessene berufliche Entwicklung für die Mitarbeiterinnen ist gewährleistet.

Allen Beschäftigten wird im Rahmen der Arbeitszeitregelungen (gleitende Arbeitszeit, alternierende Telearbeit) und der betrieblichen Belange mit Rücksicht auf Familienpflichten weitestgehend entgegengekommen. Entsprechendes gilt für die Gewährung von Teilzeitbeschäftigungen.

Wir hoffen deshalb, als Teil des familienfreundlichen Arbeitgebers WWU den Anteil der weiblichen Beschäftigten insgesamt und besonders unter den wissenschaftlichen Beschäftigten in nächster Zeit steigern zu können.


Stand: 20.02.2013


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