Multimedia
Praktikum
Bildgewinnung und Bilddarstellung
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Bei der Gewinnung von Bildern legt das verwendete Gerät, wie Kamera oder Scanner, im Allgemeinen die Parameter des entstehenden Bildes fest. Für die Ausgabe auf den Bildschirm, den Drucker oder die CD wird das Bild fast immer mit anderen Parametern benötigt. Die damit notwendig werdende Anpassung bezeichnen wir als Skalierung des Bildes. Insbesondere werden vier Parameter verändert:
Alle am Markt verfügbaren Bildverarbeitungsprogramme bieten Möglichkeiten an, diese Umwandlungen vorzunehmen. Wir werden in unserem Praktikum das Programm Photoshop der Firma Adobe verwenden. Es gilt als leistungsfähiger Klassiker unter den Bildbearbeitungsprogrammen. Viele sehen dieses Programm auch als Messlatte, an dem Konkurrenzprodukte gemessen werden.
Wir werden in dieser Lektion die Skalierung am Beispiel des Kamerabildes, das für eine Bildschirmausgabe aufbereitet werden soll, durchspielen.
Das Kamerabild liegt nach der Umwandlung mit dem Canon Image Converter in folgender Form vor:
Für die Bildschirmschau sehen wir folgendes Format vor:
Laden Sie jetzt den Photoshop und öffnen Sie das Bild Schaf.TIF, das Sie umwandeln möchten.

Unser an der Fotografie interessiertes Hausschaf.
Das Bild benötigt einen Speicherbedarf von 22.5 MByte und wird oben auf 12.5% verkleinert angezeigt.

Wählen Sie nacheinander die Menü-Punkte Bild → Bildgröße... an. Achten Sie darauf, dass die Kästchen Proportionen erhalten und Bild neu berechnen angekreuzt sind. Wählen Sie als Berechnungsart Bikubisch aus. In den meisten Fällen erzielt dies die besten Ergebnisse.
Verändern Sie noch nicht die Auflösung!
Tragen Sie als Breite den Wert 800 ein. Die Höhe wird automatisch auf 600 gesetzt (Proportionen erhalten). Drücken Sie dann auf die Taste OK. Das Bild wird auf eine Größe von 800 x 600 Pixeln umgerechnet.
Wählen Sie noch einmal Bild → Bildgröße... an. Entfernen Sie das Häkchen bei der Auswahl Bild neu berechnen. Ändern Sie die Auflösung auf 120 und drücken Sie die Taste OK. Die Auflösung wird geändert, aber das Bild wird nicht neu berechnet.
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Wählen Sie nacheinander die Menü-Punkte Bild → Modus an. Kreuzen Sie die Auswahl 8 Bit pro Kanal an. Das Häkchen vor 16 Bit pro Kanal verschwindet automatisch, und gleichzeitig ist die Farbtiefe auf 8-Bit reduziert worden.
Der Parameter Farbtiefe sollte immer der letzte sein, der angepasst wird. Für alle Bildmanipulationen ist eine hohe Farbtiefe von Vorteil.
Das Dateiformat wird einfach durch Abspeichern geändert. Speichern Sie das Bild als BMP-Datei ab. Dies ist erst möglich, wenn die Farbtiefe auf 8-Bit reduziert ist. Zwar gibt es inzwischen eine BMP-Erweiterung, die auch 16-Bit-Farbtiefe zulässt, sie wird aber von kaum einem Programm unterstützt.
Photoshop gestattet es recht elegant, nur einen Teil des Bildes direkt auf
eine gewünschte Größe zu skalieren. Hierzu wählen wir das Werkzeug
aus. In der Werkzeugleiste von Photoshop tragen wir unter Breite den Wert
800 Px und unter Höhe den Wert
600 Px ein. Dann wählen wir unter
Drücken der linken Maustaste in dem Bild einen Ausschnitt aus.

Alle Bildteile außerhalb der Auswahl sind abgedunkelt. Das Auswahlrechteck hat immer die Proportionen der oben angegebenen Werte für Breite und Höhe. Sind wir mit der Auswahl zufrieden, so drücken wir die rechte Maustaste. In dem erscheinenden Rechteck wählen wir Freistellen. Der gewählte Ausschnitt wird herausgeschnitten und auf die gewählte Größe, also 800 x 600 Pixel, skaliert.