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Experimente während der Herbstakademie 2012
Am Freitag macht ihr alle in der Zeit von 9.00 bis 12.30 Uhr Experimente an den verschiedenen Experiment-Stationen.
Eine Übersicht über die angebotenen Experimente seht ihr unten: Bitte sucht
euch drei Angebot aus, die euch interessieren und kreuzt diese bei der Anmeldung an. Bei der
Einteilung der Gruppen werden wir versuchen eure Wünsche zuberücksichtigen und euch die Teilnahme
an einem der drei gewünschten Experimente zu ermöglichen. Leider können wir dies aber aufgrund des
begrenzten Platzangebotes nicht garantieren. Eure zugeteilten Kurse hängen am Donnerstag
im Gebäude der IG 1 vor dem Hörsaal HS 1/2 aus, und wurden euch ebenfalls per Mail zugesandt.
Update der Experimente: Das Institut für Materialphysik hat den Versuch "Diffusion in Metallen" mit dem Experiment "Atomsondentomographie" ersetzt.
Experimente in der Institutsgruppe 1 (IG 1)
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
Optische Spektroskopie: Woraus besteht die Sonne?
| Herr Lipinsky |
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Das bekannteste Absorsptionsspektrum sind wohl die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Sie entstehen, wenn
das im Inneren der Sonne erzeugte Spektrum von Gasen an der Oberfläche absorbiert wird.
Dass die Untersuchung von Emissions- und Absorptionsspektren auch zur Materialanalyse herangezogen werden kann,
wird u.a. experimentell untersucht.
| 40 Plätze |
| Der Kreisel: mehr als nur ein Spielzeug
| Herr Lipinsky |
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Kreiselbewegungen faszinieren jeden Betrachter, darum werden Kreisel so gerne als Spielzeug verwendet.
Darüber hinaus sind die Anwendungen von Kreiseln in der Technik nicht mehr wegzudenken, etwa als
Stabilisatoren im Schiffsbau oder beim Kreiselkompass. In der modernen Luftfahrt finden Kreisel
zum Beispiel Anwendung als künstlicher Horizont. Im Versuch wird die Präzessionsbewegung eines
Kreisels untersucht.
| 8 Plätze |
Experimente im Institut für Kernphysik (KP)
Treffpunkt im Institut für Kernphysik, Raum 102, Wilhelm-Klemm-Straße 9
Radioaktive Strahlung: Experimente zu Eigenschaften und zum Nachweis
| Herr Khoukaz |
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In diesem Versuch soll untersucht werden, wie verschiedene Strahlungsarten
mit Materie wechselwirken. Dazu werden Versuchsaufbauten vorgestellt und
in Betrieb genommen, mit welchen Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlungsquanten
nachgewiesen und gezählt werden können. So kann beispielsweise überprüft
werden, wie die Strahlung einer Gamma-Quelle über verschieden dicke
Kunststoff-, Aluminium- und Bleiplatten abgeschirmt werden kann oder wie
Alphastrahlung in Luft "stecken bleibt". Dies gibt wichtige Informationen
über die Natur dieser Strahlungsarten.
| 3 Plätze |
Nebelkammer: Kosmische Strahlung im Schuhkarton
| Herr Khoukaz |
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In diesem Versuch soll mit einfachen Haushalts-Materialien eine sogenannte
Nebelkammer aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Benötigt wird dazu
lediglich ein Schuhkarton, Trockeneis, einige Tropfen Alkohol und eine
Lampe. Mit dieser Kammer ist es möglich, z.B. Spuren der natürlichen
kosmischen Strahlung direkt zu beobachten, um so ein Gefühl über die uns
umgebende natürliche Strahlung zu gewinnen.
| 6 Plätze |
Mini-PET: Ein Tomograf im Kleinformat
| Herr Hannen |
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Die Positronen Emissions Tomografie (PET) ist ein in der Medizin eingesetztes bildgebendes Verfahren
mit dem Stoffwechselprozesse im Körper sichtbar gemacht werden können. Die Funktionalität
der PET Technologie wird im MiniPET Aufbau, in kleinerem Maßstab, nachgebildet.
Die Basis des experimentellen Aufbaus bilden acht mit Photomultipliern ausgestattete
BGO Szintillationskristalle, welche über ein Flash ADC System ausgelesen werden.
Im Zentrum der Detektoren befindet sich ein Probenhalter in dem ein geeigneter Beta-Strahler positioniert wird.
| 3 Plätze |
Nachweis kosmischer Strahlung mit Szintillatoren
| Herr Hannen |
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Hochenergetische geladene Teilchen lassen sich besonders gut mit sogenannten organischen Szintillatoren nachweisen. Dies sind Plastikmaterialien, deren Moleküle durch die einfallende Strahlung zur Emission von Szintillationslicht angeregt werden. Das entstehende Licht wird traditionell über Photomultiplier nachgewiesen, in denen jedes Photon eine Lawine von Elektronen produziert, die dann einen messbaren Strompuls ergeben. Heutzutage werden neben Photomultipliern vermehrt Halbleitermaterialien eingesetzt, in denen intern eine Elektronenlawine ausgelöst wird. Vorteile sind die geringere Größe der Halbleiterdetektoren und die geringere benötigte Spannung.
Im vorliegenden Experiment werden Myonen aus der kosmischen Höhenstrahlung mit organischen Szintillatoren nachgewiesen und die Winkelverteilung dieser Myonen vermessen.
| 6 Plätze |
Kosmische Strahlung in der Thermoskanne
| Herr Hannen |
Der vorhandene Versuchsaufbau dient zum Nachweis von Myonen aus
Teilchenschauern, die durch Reaktionen von hochenergetischen kosmischen
Strahlen in der Atmosphäre ausgelöst werden.
Als Detektor für diese Myonen dient eine mit Leitungswasser gefüllte
Thermoskanne. Anstelle des Deckels ist ein Photomultiplier eingebaut.
Einfallende Myonen werden in diesem Detektor über den sogenannten
Cherenkov-Effekt nachgewiesen. Dabei wird durch ein geladenes Teilchen,
dass sich mit sehr hoher Geschwindigkeit (> c/n) durchs Wasser bewegt,
ein schwacher Lichtblitz ausgelöst, der dann nachgewiesen werden kann.
Dieser Effekt ist auf dem Gebiet der Akustik vergleichbar mit dem
Überschallknall eines Flugzeuges.
| 3 Plätze |
Experimente im Institut für Didaktik der Physik (IDP)
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
High Speed - Low Cost:
Wie aus Alltagstechnologie ein eigenes Forschungslabor wird
| Herr Heusler |
Wie lassen sich Highspeed-Aufnahmen mit einer einfachen Digitalkamera realisieren? Wie kann man am eigenen Laptop eine Spektralanalyse durchführen? Wir zeigen, wie aus Alltagstechnologie ein eigenes Forschungslabor entstehen kann. Damit untersuchen wir verschiedene physikalische Fragestellungen, wie z.B. die Tropfenbildung bei einem dünnen Wasserstrahl, die Dynamik von rotierenden Bällen, oder klingende Gläser. Weiterexperimentieren zu Hause ist erwünscht!
Mehr Informationen [pdf]
| 14 Plätze |
Experimente im Institut für Materialphysik (MP)
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
Flüssigkristalle - Drehen und Schalten von Licht
| Herr Stolwijk |
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Flüssigkristalle sind heute allgegenwärtig. Flüssigkristall- oder LCD (Liquid Crystal Display) Anzeigen finden sich in Fernsehgeräten und Computerbildschirmen sowie in den Anzeigen von Mobiltelefonen, MP3-Playern, Taschenrechnern oder Armbanduhren. Trotz dieser weiten Verbreitung von Flüssigkristallen ist die Funktionsweise dieser Displays vielen unbekannt. Im Rahmen dieses Versuches wird eine Flüssigkristallanzeige angefertigt und ihre Funktionsweise getestet. Zum Vergleich untersuchen wir ebenfalls die LCD Anzeige eines Laptops.
| 3 Plätze |
Härtung von Stahl - ein großindustrielles Verfahren im Labormaßstab
| Herr Stolwijk |
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Die Kulturgeschichte der Menschheit ist eng mit der Entwicklung der Materialkunde verbunden.
Kaum ein Schritt war in der Vergangenheit bedeutsamer als die Entdeckung, auf welche Weise
man aus weichem, reinem Eisen ein Konstruktionsmaterial mit hoher Festigkeit herstellen kann.
Es werden von den Teilnehmern einfache Temper- und Abschreckversuche an Fe-C-Proben durchgeführt,
die eine unterschiedliche Härtung bewirken. Die zugrunde liegenden atomaren Mechanismen werden
anhand von Schliffbildern am Lichtmikroskop erläutert. An diesen Experimenten wird keine(r)
Teilnehmer(in) sich die Finger verbrennen.
| 3 Plätze |
Atome zählen wie Erbsen: Atomsondentomographie
| Herr Stolwijk |
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Die physikalischen Eigenschaften von Werkstoffen sind wesentlich durch
die vorliegende Mikrostruktur bestimmt. Mit Hilfe der
Atomsondentomographie ist es möglich, die atomare Zusammensetzung
solcher Werkstoffe mit hoher Genauigkeit im Bereich von einigen
Nanometern zu studieren. Bei der Analyse werden von einer nadelförmigen
Probe einzelne Atome nacheinander kontrolliert abgetragen und vermessen.
Aus den gewonnenenen Daten kann dann im Anschluss eine drei-dimensionale
Karte der Atomverteilung im Computer erstellt werden. Im Experiment
werden geeignete Proben aus Wolfram präpariert und im Feldionenmikroskop
mit atomarer Auflösung betrachtet. In einem zweiten Teil sollen
metallische Dünnschichtsysteme, die zuvor auf solche Wolframspitzen
aufgebracht wurden, mit der Atomsonde analysiert werden.
| 3 Plätze |
Experimente im MExLab Physik
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
Daten-DJ: Licht auf Reisen und Lichtwunder Laser
| Frau Niemeier |
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In der heutigen Zeit ist die Übertragung von Informationen mit Hilfe von Glasfasersystemen
nicht mehr wegzudenken. Aber wie funktioniert das? Wir beschäftigen uns mit dem Prinzip
der optischen Datenübertragung und sehen uns die Komponenten Sender, Empfänger und
Übertragungsmedium genauer an. Wir untersuchen physikalische Eigenschaften und
schicken in Experimenten Daten auf Reisen. Dann untersuchen wir den Sender genauer: Was kann ein
Laser leisten? Wie ist er aufgebaut? Was zeichnet ihn aus?
| 20 Plätze |
Experimente im Institut für Geophysik (GP)
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
Geophysikalische Feldmessung: Seismische Erkundung
| Herr Schmidt |
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Die zerstörerische Kraft von seismischen Wellen, die bei Erdbeben erzeugt werden, ist bekannt. Man benutzt wesentlich schwächere, kontrolliert angeregte seismische Wellen aber auch zur Erkundung des Untergrundes. Durch seismische Messverfahren ist es möglich, sich ein Bild der geologischen Strukturen bis in mehrere Kilometer Tiefe zu machen. Damit ist z.B. die gezielte Suche nach Rohstoffen und geeignetem Baugrund möglich. Wir werden auf einer Wiese seismische Wellen erzeugen, aus dem Untergrund kommende Wellen registrieren und ein einfaches Modell des Untergrundes ermitteln.
Bitte entsprechende Kleidung zum Aufenthalt im Freien mitbringen!
| 12 Plätze |
Experimente in der Nuklearmedizin/Medizinischen Physik (UKM)
Treffpunkt im Foyer vor dem Hörsaal HS 2
Radioaktive Spurensuche mit dem Ganzkörperzähler
| Herr Kriens |
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Die Gefahren ionisierender Strahlung sind seit Tschernobyl und Fukushima in aller Munde. Doch wer oder was ist "verstrahlt"? Wie können verschiedene Strahlenarten gemessen werden und welche Grenzwerte sind einzuhalten? Die Teilnehmer können sich mit der Handhabung verschiedener Detektoren vertraut machen und erhalten einen Einblick in die tägliche Arbeit am Ganzkörperzähler. Wir untersuchen einen Probanden und bestimmen die Körperaktivität. In diesem Zusammenhang findet ein Vergleich der natürlichen und zivilisatorischen Strahlenexposition statt. Abschließend wird eine Einschätzung des Gefahrenpotentials verschiedener Strahlendosen vorgenommen, wie sie beispielsweise beim Verzehr kontaminierter Nahrungsmittel, Flugreisen, usw. auftreten können.
| 10 Plätze |