Forschung am Institut für Geophysik
Allgemeines
Die Geophysik ist eine Tochterwissenschaft der Physik: Sie erforscht die natürlichen physikalischen Erscheinungen auf der Erde einschließlich der Wirkungen, die aus dem Weltraum auf die Erde ausgeübt werden. Die Erde wird als Planet gesehen, der aus dem festen Erdkörper, den Ozeanen und der Atmosphäre besteht.
Die Geophysiker erforschen dementsprechend:
- den Aufbau der Erde und ihrer Umgebung sowie ihren physikalischen Stoffbestand und die dort ablaufenden Prozesse
- die Kraftfelder, die von der Erde ausgehen und sie umgeben
- die Einflüsse, die von anderen Himmelskörpern, insbesondere von Sonne und Mond ausgehen
- andere Planeten.
Aufgrund der historischen Wissenschaftsentwicklung entstand daraus eine Unterteilung in Disziplinen, die an den verschiedenen deutschen Geophysik-Instituten in spezieller Weise vertreten sind:
- Weltraumkunde
- Aeronomie und Meteorologie
- Ozeanographie, Hydrologie und Glaziologie
- Physik des Erdkörpers
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Ingenieur- und Umweltgeophysik
Forschungsschwerpunkte in Münster
Am Institut für Geophysik in Münster bestehen Arbeitsgruppen zu den drei letztgenannten Disziplinen. Sie wurden zu den drei Forschungsschwerpunkten Geodynamik, Polar-/Umweltgeophysik sowie Seismologie zusammengefaßt. Über die Links erhalten Sie eine Auswahl aktueller Forschungsergebnisse sowie Literaturhinweise. Eine vollständige Liste aller bisher am Institut angefertigten Diplomarbeiten und Dissertationen sowie Bachelorarbeiten ist abrufbar. Darin enthalten sind auch Diplomarbeiten bzw. Dissertationen aus den seit 1995 nicht mehr fortgeführten Arbeitsgruppen Paläomagnetismus und Aeronomie
Geodynamik (Physik des Erdkörpers) |
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Seismologie |
- Untersuchung der Kernmantelgrenze (core-mantle boundary) mit teleseismischen Registrierungen - insbesondere die Untersuchung der D"Schicht (ca. 200 - 300 km über der Kernmantelgrenze)
- Untersuchung der seismischen Diskontinuitäten in der Übergangszone zwischen oberem und unterem Erdmantel
- Anisotrophy an der Kernmantelgrenze
- Detektierung und Identifikation von Strukturen im Erdmantel - insbesondere die Detektierung tiefer Subduktion (unterhalb 660 km Tiefe)
- Array-Seismologie
- Streuung an Strukturen nahe der Kernmantelgrenze
Angewandte Geophysik
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