Know the rules
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Richtlinien / Vorgaben

Der Servicepunkt Forschungsdaten möchte Sie dabei unterstützen, die Vorgaben von WWU und Drittmittelgebern in Bezug auf den Umgang mit Forschungsdaten erfolgreich umzusetzen.
Nachfolgend finden Sie wichtige Leitlinien, die Ihrer Orientierung dienen können:

WWU

Richtlinien der WWU

Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Forschungsdaten sind ein zentrales Element von wissenschaftlicher Tätigkeit und dem damit verbundenen Erkenntnisgewinn. Als Forschungsdaten werden hierbei alle Daten bezeichnet, die im Rahmen eines Forschungsprozesses gesammelt, erhoben, simuliert oder abgeleitet werden. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) versteht Forschungsdaten als wissenschaftliches Werk und misst diesen eine hohe Bedeutung bei. Das Rektorat und der Senat der WWU haben daher im Sommer 2017 Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten verabschiedet.

Ehrenkodex "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis"

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat sich auf Basis eines Senatsbeschlusses einen Ehrenkodex Regeln guter wissenschaftlicher Praxis gegeben, der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität auf Grundsätze wissenschaftlicher Redlichkeit und Fairness verpflichtet. U.a. sollen Primärdaten als Grundlagen für Veröffentlichungen auf haltbaren und gesicherten Trägern in der Einrichtung, in der sie entstanden sind, für zehn Jahre aufbewahrt werden.

DFG
© DFG-Bildarchiv

DFG-Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt in ihren Leitlinien eine konkrete Vorgabe für die Archivierungsdauer von Forschungsdaten. In dem Leitlinientext heißt es:

"Den Regeln der Guten Wissenschaftlichen Praxis folgend sollen Forschungsdaten in der eigenen Einrichtung oder in einer fachlich einschlägigen, überregionalen Infrastruktur für mindestens 10 Jahre archiviert werden."

Darüber hinaus wird die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit dem Thema Nachnutzung und Aufbewahrung für die Antragsstellung besonders hervorgehoben:

"Die Relevanz für die Begutachtung und Bewertung ist fachspezifisch unterschiedlich stark ausgeprägt. Konkrete Anforderungen an Antragstellende haben bisher die Biodiversitätswissenschaften und die Erziehungswissenschaften formuliert. In allen übrigen Fachgebieten wird erwartet, dass sich Antragstellende erkennbar mit der Frage auseinandersetzen, ob im Projekt relevante und nachnutzbare Forschungsdaten entstehen und falls ja, welche fachspezifischen Repositorien für die längerfristige Aufbewahrung dieser Forschungsdaten genutzt werden können."

DFG-Stellungnahme zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im April 2017 eine Stellungnahme zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen veröffentlicht und damit differenziert Position in der laufenden öffentlichen Debatte um die „Replikationskrise“ bezogen. „Die Frage nach der Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen berührt im Kern die Frage der Qualität von Forschung und betrifft die gesamte Wissenschaft“, sagt DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider. „Mit der Stellungnahme kommt die DFG daher als Forschungsförderorganisation und Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland ihrer Verantwortung nach, sich in der Debatte zu positionieren.“ Den Anstoß zur Diskussion hatte eine Serie zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen (in der Biomedizin) in der Fachzeitschrift „Lancet“ im Jahr 2014 gegeben.

In der Stellungnahme weist die DFG darauf hin, dass die Wiederholbarkeit von Ergebnissen, Replikation genannt, nur eines von vielen unterschiedlichen Verfahren zur Qualitätssicherung von Ergebnissen empirisch-quantitativ arbeitender Wissenschaftsgebiete ist. Sie unterstreicht zudem, dass Nicht-Replizierbarkeit nicht immer mit schlechter Wissenschaft gleichzusetzen ist und die Gründe für Nicht-Replizierbarkeit auch struktureller Natur sind, wie beispielsweise der steigende Wettbewerbs- und Beschleunigungsdruck im Wissenschaftssystem. Schließlich nimmt die DFG verschiedene relevante Aspekte ihres Handelns als Organisation der Forschungsförderung und der wissenschaftlichen Selbstverwaltung in den Blick. Dabei sieht sie sich in der Verantwortung, die fachspezifisch bereits angestoßenen Diskussionsprozesse zu begleiten.

Zur DFG-Stellungnahme „Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen“ [de]

To the DFG statement „Replicability of Research Results“ [en]

Qelle: www.dfg.de

Fachspezifische Richtlinien

Die einzelnen Fachwissenschaften beginnen gerade erst spezifische Vorgaben zum FDM zu entwickeln. An dieser Stelle haben wir relevante Informationen für Sie zusammengestellt.

Liste der fachspezifischen Data Policies:

(Ergänzte Liste auf Basis von forschungsdaten.org)