Strategische Partnerschaft mit der Universität Twente

Die Universitäten Münster und Twente pflegen seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft.
© WWU - Jan Lehmann / UT - Eric Brinkhorst

Die Universitäten in Twente (UT) und Münster (WWU) pflegen seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft. Beide Universitäten arbeiten in zahlreichen Bereichen zusammen. Neben Forschungskooperationen und gemeinsamen Studiengängen besteht auch ein regelmäßiger Austausch für Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die beiden Hochschulleitungen gehen jetzt einen Schritt weiter: Sie wollen ihre strategische Partnerschaft vertiefen und dafür weitere Kooperationspotenziale identifizieren und die bestehenden Forschungsverbünde stärken.

Treffen der Hochschulleitungen

Auf das Händeschütteln und gemeinsame Kaffeetrinken musste bei dem am 11. Dezember stattgefundenen Treffen der Hochschulleitungen der Universitäten Münster und Twente verzichtet werden. Dennoch war die virtuelle Zusammenkunft via Zoom erfolgreich: Ob in der Lehre, der Forschung oder im Bereich des Wissens- und Technologietransfers – die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hochschulen verfestigt sich zunehmend. Diese internationale Partnerschaft wird mit hoher Priorität weiterentwickelt. Dazu wurden gemeinsam die nächsten Schritte vereinbart. Dazu zählt, dass die beiden Universitäten auch im Jahr 2021 wieder Forschungsprojekte im Rahmen der Collaboration Grants fördern und so die Stärken der beiden Universitäten zusammenbringen werden.

  • Gemeinsame Forschung: Collaboration Grants

    Die Hochschulleitungen in Münster und Twente haben dieses Förderinstrument als eine interne Anschubfinanzierung implementiert, um bestehende Forschungskooperationen zwischen den Universitäten zu intensivieren, die gleichzeitig Potenzial für die Einwerbung von Drittmitteln haben. Sie fördern damit herausragende wissenschaftliche Projekte, die in besonderem Maße das Potenzial haben, die strategische Partnerschaft zwischen den Universitäten zu prägen und in naher Zukunft voranzutreiben. Die Collaboration Grants sind mit jeweils 80.000 Euro ausgestattet und werden zu je 50 Prozent von der Universität Münster und der Universität Twente für eine Laufzeit von zwölf Monaten finanziert. Unterstützt werden unter anderem Workshops zur Bildung neuer Konsortien oder Netzwerkveranstaltungen mit Industriepartnern und Unternehmen. Das Geld kann darüber hinaus für die Anschaffung neuer Ausrüstung und Forschungsinstrumente genutzt werden.

    Collaboration Grants 2020

    • Scalable Verification of Industrial Embedded Control Systems: Prof. Paula Herber (WWU, Faculty of Mathematics and Computer Science, Embedded Systems Group) and Prof. Dr. Marieke Huisman (UT, Faculty of Electrical Engineering, Mathematics and Computer Science Formal Methods and Tools Group)
    • Microdroplet-based screening for directed evolution: on-chip DNA transcription-translation and fluorescence activated droplet sorting: Prof. Andrea Rentmeister (WWU Institute of Biochemistry) and Asst. Prof. Tim Segers (UT, EEMCS/BIOS lab-on-a-chip group, Max-Planck Center Twente for Complex Fluid Dynamics, MESA+ Institute)

    • Fully biodegradable cubosomes: A new class of mesoporous material with tunable degradation rates for agrochemical release: Prof. Dr. André Gröschel  (WWU, Institute of Physical Chemistry) and Prof. Dr. Frederik Wurm  (UT, Faculty of Science and Technology, Sustainable Polymer Chemistry Group)

    Collaboration Grants 2019

    • Mikrochips und Hoden – ein neuer Ansatz zum Einfluss von Plastikmüll auf die männliche Fertilität: Prof. Dr. Stefan Schlatt (Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie der WWU) und Prof. Dr. Séverine Le Gac  (UT, Fakultät für Elektrotechnik, Mathematik und Informatik, Applied Microfluidics for BioEngineering Research)
    • ENERGIES – Wärmeleiter für Energieumwandlung und -management in Batterien: Prof. Dr. Nikos Doltsinis  (Institut für Festkörpertheorie der WWU), Dr. Jimmy Faria  (Fakultät für Wissenschaft und Technologie der UT), Prof. Dr. Bojana Rosic  (Department für Angewandte Mechanik und Datenanalyse der UT) und Dr. Miguel Muñoz Rojo (Department of Thermal and Fluid Engineering der UT)
    • Smarte weiche Beschichtungen – Entwicklung neuer Strategien für Sensorik und Separation: Prof. Dr. Uwe Thiele (Institut für Theoretische Physik der WWU), Prof. Dr. Sissi de Beer (Arbeitsgruppe Materialwissenschaft und Polymertechnologie der UT), Prof. Dr. Jacco Snoeijer (Arbeitsgruppe Physik der Fluide der UT

v.l.n.r.: Rektor a.D. Prof. Dr. Thom Palstra (Universität Twente), Jaap Beernink (Novel T, CEO), Prof. Dr. Thorsten Wiesel (Projektleiter REACH), Hans Brouwers (Novel T, Program Manager Germany), Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (WWU Münster)
© WWU - Thomas Mohn

REACH – das EUREGIO Start-up Center

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium fördert mit insgesamt rund 20 Millionen Euro bis 2024 den Aufbau und die Arbeit eines Start-up-Centers unter Federführung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) - daraus ist REACH entstanden. Das Start-up-Center bietet die nötige Infrastruktur und die Ressourcen, um Gründungsinteressierte in den Hochschulen beim Aufbau ihrer Start-ups zu unterstützen.