Wie entstehen eigentlich Parteien? Warum hat Deutschland eine Christdemokratische Partei, Großbritannien jedoch nicht? Wie lässt sich der Aufstieg rechtsextremer Parteien erklären?
Dieses Blockseminar führt die Studierenden in einen der Grundpfeiler moderner Demokratien ein: politische Parteien. Aus einer vergleichenden Perspektive werden wir in unserer ersten Sitzung untersuchen, was Parteien sind, welche gesellschaftlichen Gruppen sie repräsentieren und welche Funktionen sie in demokratischen Gesellschaften erfüllen. In einer zweiten Sitzung lernen wir, wie Parteien um Wähler*innen werben (können). Die dritte Sitzung untersucht, wie sich neue Parteien in bestehende Parteiensysteme etablieren können und was sie zu erfolgreichen Wettbewerberinnen macht. Die letzte Sitzung des Blockseminars widmet sich den Projektideen der Studierenden und diskutiert verschiedene Elemente des wissenschaftlichen Schreibprozesses.
Der Kurs zielt darauf ab, die analytischen Fähigkeiten der Studierenden zu entwickeln, insbesondere im Lesen und kritischen Bewerten empirischer Artikel. Zudem erwerben die Studierenden Kompetenzen in der empirischen Forschung und im wissenschaftlichen Schreiben. Sie lernen, wie man Forschungsfragen formuliert, kohärente Argumente aufbaut und empirische Studien entwirft, um diese zu untersuchen.
Das Seminar findet an zwei Wochenenden (+ eine Einführungsveranstaltung im Oktober) statt. Studierende müssen die Seminarliteratur im Vorfeld lesen und teils Abgaben einreichen, die in Kleingruppen diskutiert werden. Die Kursmaterialien umfassen Handbuchkapitel, aktuelle empirische Forschungsartikel sowie Podcasts. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich mit empirischer Forschung auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Hintergründe und Vorkenntnisse willkommen, unabhängig von ihrer Vertrautheit mit dem Thema oder methodischen Vorkenntnissen.
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