Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
Startseite    Anmelden     
Logout in [min] [minutetext]

Die „Unsterblichkeit der Seele“ als Thema der Philosophie - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen 30 Studienjahr
Max. Teilnehmer/-innen 30
Credits Belegung Keine Belegpflicht
Hyperlink
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Mo. 16:00 bis 18:00 woch 11.01.2027 bis 22.02.2027  Domplatz 23 - DPL 23.426         30
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Sonderfeld, Ulrich verantwort
Studiengänge
Abschluss - Studiengang Sem ECTS Bereich Teilgebiet
Studium im Alter - studium generale (A1 STG 0) -
Zuordnung zu Einrichtungen
Dez. 1 Abt. 1.71 Kontaktstelle Studium im Alter
Inhalt
Kommentar

Dies klassische Thema steht in Zeiten naturalistischen und nachmetaphysischen Denkens gewiss nicht im Zentrum philosophischer Diskussionen. Zweifellos verbirgt sich aber in ihm ein zentrales menschliches Anliegen, das einer rationalen Reflexion würdig und bedürftig ist: Gibt es nach dem biologischen Tod des organischen Körpers für das Individuum noch ein Weiterleben in einer anderen Daseinsform? Plato lässt in einem Dialog seinen Lehrer Sokrates kurz vor dem Sterben Argumente für eine Existenz nach dem Tode entwickeln, die sogleich von seinen Schülern im Dialog in Frage gestellt werden. Der Aufklärungsphilosoph Moses Mendelssohn versucht rationale, intersubjektiv diskutierbare Argumente für ein individuelles Weiterexistieren nach dem biologischen Tod vorzutragen. Ihm antwortet Immanuel Kant mit einer epochalen Kritik des tradierten Seelenbegriffes und seiner Begründung, man könne ein „Leben“ nach dem Tod theoretisch weder beweisen noch widerlegen, die praktische Vernunft könne/solle es aber postulieren. Die Philosophie des 20. Jahrhunderts folgt dem Mainstream der Gehirnwissenschaften darin, Bewusstsein, Psyche und Geist als Funktionen eines lebenden Organismus aufzufassen und die „Seele“ auf biologische Evolution zurückzuführen. - Die prinzipielle Alternative, ob Seele, Geist, Bewusstsein, Personalität als naturhafte Phänomene erklärt werden können oder für eine über die organische vergängliche Funktion hinausgehende Dimension stehen, bleibt also kontrovers diskutierbar (auch in der Nah-Tod-Forschung) - mit all ihren Konsequenzen für das Menschenbild und die Auffassung vom Leben. Philosophische Argumente für die Infragestellung wie auch für die Plausibilität eines postmortalen Weiterexistierens sollen ohne religiöse Vorannahmen oder materialistische Vorurteile abgewogen werden.

Bemerkung

Anmeldung:    Ab dem 18.09.2026, 9:00 Uhr unter https://uni.ms/studia-zusatz


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
Philosophie  - - - 1