| Kurzkommentar |
Das Blockseminar beschäftigt sich mit der Frage, wie Körper, Geschlecht und Räume gesellschaftlich in Wechselwirkung (re)produziert, wahrgenommen und reguliert werden. Anhand theoretischer Ansätze aus der Feministischen und Politischen Geographie werden Ungleichheiten und Machtverhältnisse, räumliche Ordnungen und Prozesse der Ein- und Ausgrenzung untersucht, die am und sogar im Körper ihren Ausgangspunkt haben.
Wir blicken dabei auf vielschichtige Phänomene, wie...
... protestierende/demokratische Körper ... Körperverständnisse/-verhältnisse im Wandel der Zeit ... beauty Kulte, Hygiene und Körpernormen – sowie die politische vereinnahmung des Körpers, z.B. in rechten Körperidealen ... Tracking, neoliberale Selbstoptimierung und das Verhältnis von Technologie und Körpern ... Im/mobilität: Körper in Bewegung, z.B: im (Kampf-)Sport – Körper in Gefangenschaft ... New Materialism, Sozio-Naturen und das Ende körperlicher Grenzen? ... Körperlichkeit und Reproduktion, die Rolle des Körpers im Kapitalismus, Geschlechterverhältnisse und Widerständigkeiten: Von My Body My Choice bis zum egg freezing
Im Fokus stehen dabei stets Wechselwirkungen von Materialität und gesellschaftlichem Diskurs, entlang von denen z.B. Aushandlungen um Geschlechterverhältnisse, Körpernormen, Fragen der Reproduktion, Klassengegensätze, die Abgrenzung des Subjekt von der Masse und anderen Dimensionen von Gesellschaft ausgetragen werden.
Ziel des Seminars ist es, ein kritisches Verständnis für die Einbettung von Körpern in sozial-räumliche Verhältnisse zu entwickeln. Dabei arbeiten wir in den beiden Blöcken auch stärker methoden-orientiert: mit Body Mappings, sensorischer Ethnographie, körperbiografischen Ansätzen, Performance, Theaterelementen und ethnographischem Film.
Mit einem spezifischen Thema sollt Ihr Euch im Seminar jeweils in einem Gruppenprojekt befassen und dieses methodisch aufarbeiten.
|