| Kommentar |
"Alle Menschen verfügen von Geburt an über die gleichen, unveräußerlichen Rechte und Grundfreiheiten." Dieses in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verkündete Ideal steht im Widerspruch zur Realität auf unserem Planeten. Welche Relevanz hat dann das Konzept der Menschenrechte überhaupt? Welche Rolle spielt es in Politik und globaler Governance, wie wird darauf in Kämpfen rund um die Rechte von Frauen, LGBTIQ+ oder Indigenen sowie um Land, Ressourcen und ökologische Schädigung Bezug genommen? Im Seminar zeichnen wir einerseits die Entstehung von Menschenrechten im spannungsreichen Feld von staatlicher Governance und politischen Bewegungen nach. Anhand kritisch-geografischer - einschließlich marxistischer, feministischer und postkolonialer - Zugänge werfen wir andererseits Schlaglichter auf aktuelle geografische Kontexte, in denen Menschenrechte negiert, gefordert und verhandelt werden. |