| Voraussetzungen |
Montag, 19.10.2026, 16:15-17:45 Uhr: konstituierende Sitzung (digital über Zoom). Interessierte Studierende werden gebeten, sich bis zum 18.10.2026 per E-Mail unter markus.dressel@uni-hamburg.de anzumelden. |
| Lerninhalte |
Welche Rolle spielt Wissenschaft in modernen Gesellschaften – und welche Rolle sollte sie spielen? Sollten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich darauf beschränken, möglichst neutrale Fakten bereitzustellen, oder sollten sie aktiv für politische Positionen werben? Wie kann wissenschaftliche Expertise in demokratische Entscheidungsprozesse integriert werden? Und welche Rolle sollten die Wertvorstellungen von Bürgerinnen und Bürgern in wissenschaftlicher Politik- und Gesellschaftsberatung spielen? Das Seminar widmet sich diesen Fragen aus der Perspektive der Wissenschaftstheorie. Ziel ist es, zentrale Modelle des Verhältnisses von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie die ihnen zugrunde liegenden philosophischen Probleme zu analysieren und kritisch zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen klassische und aktuelle Ansätze zur Interaktion von Wissenschaft und Politik, ihre epistemologischen und normativen Hintergrundannahmen sowie ihre jeweiligen Stärken und Grenzen. Zur Illustration werden auch Beispiele aus gesellschaftlich relevanten Forschungsfeldern wie der Klimaund Nachhaltigkeitsforschung herangezogen. Das Seminar richtet sich an Studierende aller Disziplinen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Vorausgesetzt wird jedoch die gründliche Lektüre der Seminarliteratur sowie die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit wissenschaftsphilosophischen Texten und zur aktiven Teilnahme an der Seminardiskussion. Neben der inhaltlichen Beschäftigung mit dem Seminarthema werden auch methodische Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens behandelt, etwa das Verständnis unterschiedlicher Textformen, die Identifikation philosophischer Hauptthesen und der Aufbau von Argumenten. |