Schwimmen, Retten und Sport

Marina Evers, Physik, 1. Semester Master
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Seit ich zehn Jahre alt bin, bin ich Mitglied in der DLRG Ortsgruppe Emsbüren. Die ersten Jahre habe ich nur als Wettkampfschwimmer im Rettungssport an Wettkämpfen teilgenommen, bin aber dann auch immer mehr in die Jugendarbeit und den Wasserrettungsdienst eingestiegen.

In der Wasserrettung habe ich oft am Wochenende an einem Badesee Aufsicht geführt oder an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen. Zum Beispiel übernimmt unsere Ortsgruppe in jedem Jahr den Sanitätsdienst bei der Hin- und Rückfahrt des Kirchenzeltlagers, wo die teilnehmenden Kinder mit dem Fahrrad zum Zeltplatz fahren. Auf diese Aufgaben habe ich mich durch eine Sanitätsausbildung vorbereitet. Außerdem werden Übungen durchgeführt, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Gerade bei einem Notfall, beispielsweise einem Bootsunfall, kommt es auch auf Geschwindigkeit an. Der aktive Wasserrettungsdienst lässt sich daher durch die Distanz und den damit verbundenen Fahrzeiten nur schwer mit dem Studium vereinbaren, weshalb ich dort in der letzten Zeit kürzergetreten bin.

Die Jugendarbeit findet jedoch häufig am Wochenende statt, da wir dort Veranstaltungen organisieren, wie z.B. ein jährliches Zeltlager. Seit 2015 bin ich Vorsitzende des Jugendvorstandes und zuvor war ich bereits 2 Jahre als Ressortleiterin für den Bereich Schwimmen, Retten und Sport zuständig. Als Vorstandsvorsitzende ist es meine Aufgabe, die Kommunikation sowohl zum Vorstand unserer Ortsgruppe als auch zu den Jugendabteilungen anderer Ortsgruppen zu übernehmen, hauptsächlich durch Teilnahme an den Vorstandssitzungen oder an den Veranstaltungen der Bezirksjugend. Dadurch war es beispielsweise möglich, ein ortsübergreifendes Zeltlager zu organisieren. In dem Zeltlager sollen die Kinder nicht nur Spaß haben, sondern sie sollen auch auf spielerische Art und Weise einen Einblick in die Wasserrettung und sonstige Aktivitäten unseres Vereins, wie beispielsweise die Teilnahme an Outdoor-Wettkämpfen, bekommen. Aktuell plane ich einen Ausflug zu einer Kletterhalle mit den älteren Jugendlichen. An der Jugendarbeit gefällt mir besonders gut sowohl das eigenständige Organisieren als auch das gemeinsame Planen in einer Gruppe, aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die einen guten Ausgleich zu meinem Studium bietet und immer wieder sehr abwechslungsreich ist.

An der Tätigkeit als Wettkampfrichter finde ich besonders die Atmosphäre in der Schwimmhalle beeindruckend. Nachdem ich viele Jahre als Schwimmer an den Wettkämpfen teilgenommen habe, habe ich 2012 eine Kampfrichterausbildung gemacht, um den jüngeren Schwimmern diese Teilnahme ebenfalls zu ermöglichen. Außerdem habe ich auf den Wettkämpfen mit den anderen Kampfrichtern zusammen viel Spaß, obwohl die langen Tage in der Schwimmhalle auch anstrengend sind. Bei den Landesmeisterschaften beispielsweise beginnen die beiden Wettkampftage oft mit einer Kampfrichterbesprechung um 7 Uhr und enden um 20 Uhr. Daher braucht man hier nicht nur die Zeit dazu, sondern auch viel Durchhaltevermögen, welches mir sicherlich auch später beruflich weiterhelfen wird. In diesem Jahr möchte ich eine Fortbildung auf die nächste Kampfrichterstufe machen, die es mir auch erlaubt, anspruchsvollere Positionen zu übernehmen.

Das ProTalent Stipendium schenkt mir die Zeit und die finanzielle Freiheit, auch neben dem Studium weiterhin ehrenamtlich aktiv zu sein. Weitere Talente