|
Münster (upm/ja)

Althistoriker aus Kanada

Anneliese-Maier-Forschungspreis für Kooperation von Prof. Dr. Hans Beck mit Altertumsforschern der WWU
Prof. Dr. Hans Beck<address>© Ryan Blau</address>
Prof. Dr. Hans Beck
© Ryan Blau

Der kanadische Althistoriker Prof. Dr. Hans Beck erhält den renommierten Anneliese-Maier-Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und kann damit seine langjährigen Forschungskooperationen mit Wissenschaftlern der WWU ausbauen. Der Forscher von der McGill University in Montreal (Kanada) arbeitet seit Jahren eng mit dem Althistoriker Prof. Dr. Peter Funke in Münster und weiteren deutschen Altertumsforschern zusammen. Die jährlich vergebene Auszeichnung ist mit 250.000 Euro dotiert und dient der Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland. Die Stiftung finanziert damit bis zu fünf Jahre lang Kooperationen herausragender Wissenschaftler aus dem Ausland mit Fachkollegen in Deutschland. Die Preisverleihung findet am 15. September in Leipzig statt.

Der nach der Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Anneliese Maier benannte Preis geht in diesem Jahr an insgesamt elf Spitzenkräfte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die nach Stiftungsangaben aus 72 Nominierten aus 22 Ländern ausgewählt wurden. Der Kooperationspreis wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Peter Funke, Direktor des Seminars für Alte Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), hatte den kanadischen Forscher für den Preis nominiert und ihn bereits 2011 für einen Gastaufenthalt an den Exzellenzcluster "Religion und Politik" der WWU geholt. Die beiden Wissenschaftler arbeiten seit Jahren in der Erforschung der antiken Staatenwelt zusammen. Gastgeber Peter Funke: "Hans Beck gehört zu den selten anzutreffenden Althistorikern, die sich sowohl mit der griechischen als auch der römischen Antike auseinandersetzen und in beiden Bereichen kontinuierlich grundlegende Forschungsergebnisse vorlegen."

"Seine Veröffentlichungen avancieren regelmäßig zu Standardwerken seines Faches", heißt es seitens der Humboldt-Stiftung zum wissenschaftlichen Schaffen Hans Becks. Er wurde 1969 im bayrischen Werneck geboren und studierte Alte Geschichte in Deutschland und Großbritannien. Nach Stationen in Köln und Frankfurt forscht und lehrt er seit 2005 in Montreal. In Münster will er sich gemeinsam mit Peter Funke auf die Erforschung lokaler politischer Diskurse in der griechischen Antike konzentrieren. "Im Bereich der römischen Geschichte plant er seine Forschungen zu den politischen und gesellschaftlichen Strukturen der republikanischen Gesellschaft auf die Rolle der Frauen in der Nobilität zu fokussieren", erläutert der WWU-Forscher.

Links zu dieser Meldung