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Münster (upm/kw)

Es wird geschraubt, gefeilt und gerechnet ...

Der Girls' Day lockte knapp 200 Schülerinnen aus der Region an die Universität Münster
Prof. Dr. Hans-Dieter Barke erklärte den Schülerinnen was passiert, wenn man Kohlenstoffdioxid in eine spezielle Lösung pustet.© WWU - Kristin Woltering
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Knapp 200 Schülerinnen aus Münster und der Region nutzten die 15 Angebote des Girls' Days an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am Donnerstag, 26. April. So lernten sie zum Beispiel von Prof. Dr. Hans-Dieter Barke, Professor am Fachbereich Chemie und Pharmazie, dass ein Liter Luft 1,3 Gramm wiegt und wie genau es aussieht, wenn Wasserdampf kondensiert. Mit Seifenblasen in einer Kiste demonstrierte Hans-Dieter Barke, wie man eine Kohlenstoffdioxid-Schicht optisch sichtbar machen kann.

Nicht um Gase, sondern um ein "handfestes" Thema ging es in der Feinmechanischen Werkstatt am Fachbereich Physik. Dort fertigten sich 13 Mädchen einen eigenen Titanring mit silbernen Löchern an. Benita Diekmann war sehr stolz, als sie ihren eigenen selbstgefertigten Ring in der Hand hielt. "Naja, könnte etwas glatter sein, aber er ist eben handgemacht", sagte die 13-jährige Schülerin.

Nicht weit entfernt, ebenfalls im Fachbereich Physik, bastelten 30 Schülerinnen "Crazy Vibes" im Experimentierlabor "MExLab". "Crazy Vibe" ist ein 15 Zentimeter großes Roboter-Tier, das viele wichtige Elemente aus der Physik enthält, wie zum Beispiel eine LED-Lampe, Transistoren, einen Elektromotor und viele Drähte. "Mir macht es viel Spaß, so etwas hier zu bauen und ich finde nicht, dass das nur Jungssache ist", meinte die 14-jährige Maren Kopka, die gerade ihr "Crazy Vibe" im "MExLab" fertiggebaut hat.

Einige Mädchen erhielten im Botanischen Garten Einblicke in den Beruf des Gärtners. Dabei sammelten sie auch "Zauber"- und Heilpflanzen. Außerdem kochten sie aus selbst gesammelten Kräutern gemeinsam ein Menu: Es gab Blütensalat an Honig-Essigdressing als Vorspeise, Kräuterpfannkuchen mit Blüten von Stiefmütterchen, Gänsblümchen und Girsch als Hauptgericht und zum Abschluss einen Tee aus frischen Minz-Blättern.

Insgesamt nahmen folgende Institute und Fachbereiche der Universität Münster am Girls' Day 2012 teil:

Institut für Geoinformatik, MExLab Physik, Physikalisches Institut, Institut für Materialphysik, Institut für Geophysik, Institut für Kernphysik, Institut für Angewandte Physik, Institut für Theoretische Physik, Institut für Sportwissenschaft, Institut für Numerische und Angewandte Mathematik, Institut für Didaktik der Mathematik und der Informatik, Universitäts- und Landesbibliothek, Institut für Didaktik der Chemie, Institut für Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik-Werkstatt, Botanischer Garten, Organisch-Chemisches Institut und die Feinmechanische Werkstatt im Physikalischen Institut

Parallel zum Girls Day fand auch der dritte Boys' Day am Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster statt. In sportpraktischen Übungen konnten Jungs ihre Männlichkeit und Kraft unter Beweis stellen aber auch Vertrauen zu den anderen Teilnehmern lernen. In Gesprächen über berühmte Sportler wie beispielsweise Fußballer Bastian Schweinsteiger ging es auch um Gefühle beim Gewinnen oder Verlieren eines Spiels.