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Münster (upm/ch)

150 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Japan

Kolloquium an der Universität Münster zu Rechtsfragen von Nanotechnologie bis Informationstechnik
Hochrangige japanische Wissenschaftler sind auf Einladung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht zu Gast in Münster.<address>© WWU - Grewer</address>
Hochrangige japanische Wissenschaftler sind auf Einladung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht zu Gast in Münster.
© WWU - Grewer

Das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM ) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist Gastgeber eines Forschungskolloquiums, das anlässlich der 150-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan stattfindet. Dass die Wahl der "Japan Society for Promotion of Science" (JSPS) auf die Universität Münster als Veranstaltungsort fiel, bezeichnete der Leiter des ITM, Prof. Dr. Thomas Hoeren, als "besondere Auszeichnung". Rund 30 hochrangige Wissenschaftler diskutieren seit heute (17. Februar) an der WWU über Rechtsfragen der Nanotechnologie, Biotechnologie und des IT-Rechts. Das Kolloquium "Regulation beyond the law? New Approaches to Social Regulation under Conditions of Complexity, Uncertainty and Risk" dauert noch bis Samstag, 19. Februar.

Durch eine Serie von sozialen wie technischen Entwicklungen und Neuerungen seit Mitte des letzten Jahrhunderts steht unsere moderne Gesellschaft vor noch nie da gewesenen Problemen, die mit ihren Auswirkungen längst nicht mehr Halt vor Staatengrenzen machen, so der Hintergrund der Tagung. So bieten beispielsweise Fortschritte in den Bereichen der Informations- und Biotechnologie zwar große Möglichkeiten. Ihre Risiken und Folgen in der Zukunft seien aber nicht einmal annähernd abschätzbar, so die Wissenschaftler. Probleme der zunehmenden Globalisierung unserer Welt, wie das Aufeinanderprallen unterschiedlicher weltanschaulicher Vorstellungen, täten sich auf. Diese Probleme seien derartig vielschichtig, dass sich ihnen mit dem klassischen Steuerungsinstrument "Recht" kaum mehr beikommen lasse. Es brauche viel mehr einen neuen, interdisziplinären Ansatz zu ihrer Bewältigung, der neue Ideen der sozialen Regulierung weit über das klassische Rechtssystem hinaus in Erwägung zieht. Einen Schritt in diese Richtung soll die Konferenz gehen, indem sie Wissenschaftler aller Fachrichtungen zusammenbringt, um verschiedene Lösungsansätze anzudenken.

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