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Münster (upm/jp)

Bei der Kinder-Uni am 9. November geht es um die Judenverfolgung im Nationalsozialismus

Was geschah vor 80 Jahren? Historikerin Dr. Sarah Thieme berichtet

Nationalsozialisten zogen vom 9. auf den 10. November 1938 durch Münster. Sie zerstörten jüdische Geschäfte, zündeten die Synagoge an und trieben jüdische Mitbürger brutal durch die Straßen. „Wie an vielen Orten in Deutschland begann in der Reichspogromnacht in Münster die offene Judenvertreibung durch die Nationalsozialisten“, sagt Historikerin Dr. Sarah Thieme vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Sie berichtet bei der nächsten Kinder-Uni am Freitag, 9. November, von den Ereignissen vor genau 80 Jahren. Die Veranstaltung für Acht- bis Zwölfjährige beginnt um 16.15 Uhr im Hörsaal H1, Schlossplatz 46. Der Eintritt ist wie immer frei.

Wer heute mit offenen Augen durch Münster geht, stößt immer wieder auf kleine Messingplatten, die ins Straßenpflaster eingelassen sind. Diese sogenannten Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig zeigen in ganz Deutschland Orte, an denen Opfer des Nationalsozialismus lebten. Zum Beispiel die Familie Feibes in der Salzstraße: Ihr Spielzeuggeschäft wurde in der Pogromnacht zerstört, Vater Fritz von den Nationalsozialisten verschleppt. Was passierte danach mit der Familie und anderen jüdischen Mitbürgern? Welche Bedeutung hatte diese Nacht für die weitere Geschichte? Sarah Thieme gibt darauf Antworten.

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