Maßnahmen zur Qualifizierung bzw. Weiterqualifizierung des Personals (Förderlinie 2)

Qualifizierung und Weiterqualifizierung für die Lehre - WWU Teach-Tank
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© WWU - Angelika Klauser

Weiterqualifizierung von Lehrenden hat vielfältiges Potential: Zum einen kann so die individuelle Lehrqualität verbessert werden, was sich auf die Lernbereitschaft und den Wissenserwerb der beteiligten Studierenden positiv auswirkt. Zum anderen wirkt Weiterqualifizierung als Organisationsentwicklungsmaßnahme, sie stärkt grundlegend den Bereich Lehre und damit trägt damit zu einer proaktiven Gestaltung der Lehr- und Lernkultur bei. Die Universität Münster entwickelt sich derzeit zum Teach-Tank, also zu einer Einrichtung, in der Diskussions- und Reflexionsprozesse zur Qualität der Lehre institutionalisiert werden, Weiterqualifizierung der Lehrenden zur Verbesserung ihres Lehrverhaltens systematisch gesteuert und unterstützt wird und Lehrende miteinander über ihre Lehrerfahrungen und ihr Rollenverständnis im Austausch vernetzt werden.

Zentrum für Hochschullehre (ZHL)

Logo Zentrum für Hochschullehre

Mit dem Zentrum für Hochschullehre der Universität Münster sind die dafür nötigen Strukturen geschaffen. In dieser zentralen Einrichtung werden diejenigen Maßnahmen auf individueller, Gruppen- und struktureller Ebene initiiert und koordiniert, die zur Verbesserung der Lehrqualität beitragen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Maßnahmen sowohl Push- als auch Pull-Funktion haben, das heißt, sowohl initiativ Angebote aus dem Zentrum heraus angestoßen und motiviert werden, als auch Bedarfe aus den Fächern, Statusgruppen oder Verbünden gedeckt werden.

Pro Jahr werden am ZHL ca. 40 Kurse durchgeführt, an denen ca. 450 Lehrende teilnehmen. Durch die Teilnahme an den Kursen kann das NRW-Zertifikat „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ erworben werden. Hierzu ist der Nachweis von mindestens 200 Arbeitseinheiten nötig.

Die teilnehmenden Lehrenden evaluieren die Kurse des ZHL. Wie der Gesamtevaluation, die sich auf alle Kurse am ZHL bezieht (Stand: März 2015), entnommen werden kann, fällt diese Evaluation durchgehend sehr gut aus.
Kursprogramm des ZHL

Für Professorinnen und Professoren gibt es ein bedarfsorientiertes Einzelcoaching:
Lehrprofil: Coaching für Professorinnen und Professoren

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In einzelnen Fachbereichen/Fächern (Katholischer Theologie, Erziehungswissenschaft und Informatik) wurden darüber hinaus sogenannte Ankerstellen zum ZHL eingerichtet, die Unterstützung vor Ort anbieten. Das Sprachenzentrum und das International Office stellen im Bereich Fremdsprachendidaktik bzw. Interkulturelle Trainings ebenfalls Weiterqualifikationsangebote für die Lehre bereit.

Wissenschaftlich fundiert und forschungsorientiert

Mit der Weiterqualifikation für die Lehre sind auch zentrale Forschungsfragen der empirischen Lehr-Lernforschung verbunden. Im ZHL werden dabei insbesondere Themen der Wissenskommunikation an der Hochschule adressiert. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Regina Jucks forscht derzeit zur computergestützten Lehre sowie Fächerunterschiede in Lehrhaltungen und deren Effekte auf die Gestaltung von Lehrveranstaltungen [Link: Überblick der Forschungsaktivitäten im Zentrum für Hochschullehre]. Diese Forschungsergebnisse werden fortlaufend erfolgreich in deutschsprachigen wie auch in englischsprachigen Zeitschriften veröffentlicht und somit der Scientific Community zugänglich gemacht.