Beihilfebemessungssatz

Der Beihilfebemessungssatz beträgt bei

  • Beihilfeberechtigten und Emeriti 50 Prozent, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent
    Sind beide Elternteile im öffentlichen Dienst tätig, so stehen einer bzw. einem Beihilfeberechtigten 50 % und der bzw. dem anderen Beihilfeberechtigten 70 % zu. Über die Inanspruchnahme des Bemessungssatzes ist eine gemeinsame Erklärung (s. Formular Erklärung) abzugeben. Das Formular kann auch bei der Beihilfestelle angefordert werden. Eine einmal getroffene Erklärung ist bindend und kann nur in Ausnahmefällen neu getroffen werden.
  • Versorgungsempfängern, Witwen/ Witwern 70 Prozent
  • berücksichtigungsfähigen Ehegatten 70 Prozent
    Ehegatten sind berücksichtigungsfähig, wenn sie nicht selbst beihilfeberechtigt sind und der Gesamtbetrag der Einkünfte des Ehegatten - bei Rentenbeginn nach dem 31.12.2003 zuzüglich der Differenz zwischen dem steuerlichen Ertragsanteil und dem Bruttorentenbetrag - im Kalenderjahr vor der Antragstellung 18.000,- € nicht übersteigt.
  • berücksichtigten und berücksichtigungsfähigen Kindern, Waisen 80 Prozent
    Kinder gelten als berücksichtigt, solange sie dem Grunde nach im Familienzuschlag des Beihilfeberechtigten berücksichtigt werden können.

Hinweis: Bei Kindern, die sich in einer Ausbildung oder Studium befinden, wird das Kindergeld und damit auch der Familienzuschlag bis zum Ende der Ausbildung, längstens jedoch bis einschließlich dem Monat, in dem das Kind das 25. Lebensjahr vollendet, gewährt.

Maßgebend für die Höhe des Bemessungssatzes sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen:

  • Zeitpunkt, in dem die ärztliche Behandlung erbracht wurde (Behandlungsdatum)
  • Zeitpunkt, in dem eine Verordnung/ ein Rezept bei der Apotheke, im Sanitätshaus oder beim Optiker eingelöst wird (Kaufdatum).

Wenn sich Ihre persönlichen Verhältnisse ändern, kann dies eine Änderung ihres Beihilfebemessungssatzes zur Folge haben (etwa durch Nachwuchs, Abschluss der Ausbildung eines Kindes, Bundesfreiwilligendienst eines Kindes, Änderung der Einkommensgrenze über/ unter 18.000 € der Ehegattin/ des Ehegatten usw.). Teilen Sie uns daher bitte alle relevanten Änderungen rechtzeitig mit.

Wir empfehlen, den jeweils verbleibenden Prozentanteil über den Abschluss einer privaten Kranken-/ Pflegeversicherung abzusichern.