Nicole Pilz


E-Mail-Adresse: nicole.pilz@uni-muenster.de

Nicole Pilz

Lebenslauf

Nicole Pilz, geboren 1978 in Bielefeld, begann das Studium der Ethnologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und setzte es dann in Kombination mit den neuen Nebenfächern Niederlande-Studien und Öffentliches Recht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fort. Sie schloss ihr Studium 2009 mit einer Magisterarbeit über Louis Dumonts Modell der modernen Ideologie ab. Von 2007 bis 2009 arbeitete sie als studentische Hilfskraft am Graduiertenkolleg „Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse“.

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Dissertationsthema

„Ein Vergleich der sozialen Rollen von Autoren während der Zwischenkriegszeit anhand von Autorenselbstorganisationen in den Niederlanden, Flandern und Deutschland aus ethnologischer Perspektive“

Louis Dumonts Modell der modernen Ideologie konstruiert diese als individualistischen Sonderfall der traditionellen, holistischen Ideologie und betrachtet sie somit vergleichend in einem größeren Zusammenhang. Von besonderem Interesse ist dabei das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, welches in modernen, individualistischen Gesellschaften von den vorherrschenden Werten der Freiheit und Gleichheit des Einzelnen geprägt ist. Autoren nehmen laut Dumont eine Sonderrolle in der Gesellschaft wahr, sind also nicht ‚Gleiche unter Gleichen’. Diese Sonderrolle soll in diesem Promotionsvorhaben untersucht werden.

Bei dieser Untersuchung sollen Autorenselbstorganisationen als Ausgangspunkt dienen: aufgrund der hier stattfindenden Diskussionen sollen die wichtigsten Rollenverständnisse von Autoren festgestellt werden. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Zwischenkriegszeit, in der vor allem Fragen des gesellschaftlichen und politischen Engagements von Autoren kontrovers diskutiert wurden. Anhand von Repräsentanten der verschiedenen Auffassungen sollen diese dann näher analysiert werden. Dabei soll u.a. festgestellt werden, welche Verhältnisse von Autor und Gesellschaft formuliert werden, welche gesellschaftlichen Funktionen die Autorenrolle erfüllt und auf welche Bereiche sich die Rolle hauptsächlich bezieht. In einem weiteren Schritt werden die verschiedenen Rollenverständnisse dann miteinander verglichen und in den nationalen Kontext eingebettet. Hier sollen Fragen der gesellschaftlichen Bedingtheit von Autorenrollen beantwortet werden, so beispielsweise die Frage nach dem Einfluss verschiedener gesellschaftlicher Traditionen auf das Selbstbild und das daraus resultierende gesellschaftliche Engagement von Autoren.

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