Dr. Matthias Kortmann


E-Mail-Adresse: M.Kortmann@uva.nl

Matthias Kortmann

Lebenslauf

Matthias Kortmann (Jahrgang 1979, Nordhorn) studierte von 1999 bis 2005 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster den Magisterstudiengang Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Neuere und Neueste Geschichte sowie Soziologie. Von 2001 bis 2005 arbeitete er als studentische Hilfskraft am Institut für Politikwissenschaft. In den Sommersemestern 2002 und 2003 absolvierte er zwei Praktika bei den Westfälischen Nachrichten in Münster, im Rahmen derer er an der Durchführung des „Politbarometers Münster“ mitarbeitete. Seine Magisterarbeit, welche die „Rolle der Bundesrepublik Deutschland in der europäischen Harmonisierung der Asyl- und Flüchtlingspolitik“ behandelte, wurde 2006 im Rahmen des Wettbewerbs um den Förderpreis des Vereins der Fördervereins des Instituts für Politikwissenschaft mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Nach seinem Abschluss 2005 setzte er sein Engagement am Institut für Politikwissenschaft fort, an dem er eine Stelle als Wissenschaftliche Hilfskraft annahm, die er bis 2006 innehatte. Hauptaufgabenfelder waren hier die Koordinierung der Methodenausbildung am Institut sowie die Planung und Vorbereitung der Methodenschule „Seeking Success – Methodenausbildung in Münster“ im Herbst 2006. Seit dem Sommersemester 2006 leitete er außerdem eine Lehrveranstaltung zur Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in der Politikwissenschaft, die er im Wintersemester 2006/2007 im Rahmen eines Lehrauftrags anbot.

Dissertationsthema

Migrantenselbstorganisationen und Integration: Einwandererverbände als Interessenvertreter in Deutschland und Niederlanden

Dieses Promotionsvorhaben untersucht in einem deutsch-niederländischen Vergleich die Interessenvertretung von Migranten durch Migrantenselbstorganisationen (MSO). Der zentrale Fokus liegt dabei auf der intermediären Ebene der Selbstorganisationen selbst, es wird also eine bottom-up-Perspektive angelegt: Wie deuten MSO selbst ihre Rolle als Interessenvertreter? Unter welcher Zielsetzung und mithilfe welcher Strategien nehmen sie auf politische Willensbildungsprozesse Einfluss? Wie versuchen sie, die Erwartungen der Aufnahmegesellschaft mit den Ansprüchen ihrer Mitglieder zu verknüpfen? Wie positionieren sich MSO in der aktuellen Integrationsdebatte, welche Definition von Integration reflektiert ihre (öffentliche) Selbstdarstellung?

Da sich die Rahmenbedingungen, in denen MSO in Deutschland und den Niederlanden operieren, durch ein ausreichendes Maß an Übereinstimmungen und Unterschieden auszeichnen, bietet sich ein deutsch-niederländischer Vergleich an: Zunächst liegt in beiden Ländern ein in relativen Zahlen und ethnischer bzw. religiöser Zusammensetzung vergleichbarer Einwandereranteil vor. Darüber hinaus sind auch die politischen Systeme in den beiden EU-Mitgliedsländern Deutschland und die Niederlande ähnlich. Auf der anderen Seite unterscheidet sich jedoch die Rolle, die Migrantenverbände traditionell in der Vergangenheit in politischen Prozessen in beiden Ländern gespielt haben: In den Niederlanden werden Migrantenorganistionen seit längerem vom Staat als Ansprechpartner wahrgenommen und in regelmäßigen Abständen in Dialogrunden von staatlichen Stellen konsultiert. Dagegen stellen in Deutschland offizielle Gespräche  mit Vertretern von Migrantenverbänden bspw. im Rahmen des Integrationsgipfels oder der Islamkonferenz noch ein neues Phänomen dar.

English version

Publikationen

  • Kortmann, Matthias (2006): Theorien und Methoden im Forschungsprozess (gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Schubert), in: Schmitz, S.-U./Schubert, K. (Hrsg.): Einführung in die Politische Theorie und Methodenlehre, Opladen, S. 33-49.
  • Kortmann, Matthias (o.J.): Die Freie Demokratische Partei (FDP), Beitrag zum Dossier "Parteien" der Bundeszentrale für politische Bildung. Online.
  • Kortmann, Matthias (o.J.): Diskussion: Schwarz-Grüne Zukunft?, Beitrag zum Dossier "Parteien" der Bundeszentrale für politische Bildung. Online.
  • Kortmann, Matthias (2005): Buchbesprechung: Marschall, Stefan 2005: Parlamentarismus. Eine Einführung, in: Politische Bildung 4/2005, S. 114-118.
  • Kortmann, Matthias (2006): Buchbesprechung: Frantz, Christiane/Schubert, Klaus 2005: Einführung in diePolitikwissenschaft, in: Politische Bildung 03/2006, S. 143-147.


Impressum | Datenschutzhinweis | Barrierefreiheit | © 2020 Forschungsgruppe Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse
Forschungsgruppe Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse
Alter Steinweg 6/7
· D-48143 Münster
Tel: +49 251 83-28511 · Fax: +49 251 83-28520