Janina-Lorena Obermeyer


Lebenslauf

Janina-Lorena Obermeyer, geboren 1982 in Recklinghausen, studierte von 2002 bis 2008 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Mittelalterliche Geschichte und Psychologie. Internationale Beziehungen und besonders Entwicklungspolitik bildeten dabei ihre Schwerpunkte. Ihre Magisterarbeit verfasste sie zum Thema „Das 6. Millenniumsziel in der Entwicklungszusammenarbeit der EU mit Asien: das Beispiel Indien“. Des Weiteren arbeitete sie zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit und zur Integration von Zuwanderern in Deutschland und den Niederlanden. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn, einer gemeinnützigen Organisation in der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2008 ist sie ehrenamtliches Mitglied bei „la tienda e.V. – Fairer Handel und entwicklungspolitische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit“.

Dissertationsthema

Die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Entwicklungspolitik: Deutschland und die Niederlande im Vergleich
Zivilgesellschaftliche Organisationen (NGOs) der Entwicklungszusammenarbeit haben seit den 1990er Jahren einen großen Bedeutungszuwachs erfahren. Begründet liegt dies vor allem in ihrer Präsenz bei der Diskussion einer Vielzahl äußerst komplexer Probleme, die im Zuge der Globalisierung verstärkt grenzüberschreitend wahrgenommen und diskutiert werden. Die Grenzen nationaler Politikgestaltung im Hinblick auf die Lösung globaler Probleme haben NGOs als bedeutende politische Akteure hervortreten lassen. Zur Erarbeitung problemadäquater Lösungsansätze auf internationaler Ebene bedarf es jedoch auch weiterhin einer funktionsfähigen, demokratisch legitimierten nationalen Politik.
Dieses Projekt untersucht daher die Bedeutung von NGOs als politikgestaltende Akteure in der Entwicklungspolitik in Deutschland und den Niederlanden. Die Rolle der NGOs im historischen Verlauf und ihre Verankerung im sozio-ökonomischen System werden betrachtet sowie das Verhältnis von Staat, NGOs, Zivilgesellschaft und deren Kooperationsformen untersucht. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Wirkungsmöglichkeiten und Grenzen von NGOs in der Gestaltung der Entwicklungspolitik beider Länder aufzuzeigen und mögliche Potenziale zur Wirkungserhöhung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen politischen Akteuren darzulegen. Die Funktionsfähigkeit des poltischen Systems auf der Grundlage der Kooperation von Staat, NGOs und Zivilgesellschaft gewährleistet eine starke Legitimation der Entwicklungspolitik und wird sich positiv auf die Effektivität und Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit auch im internationalen System auswirken.

Publikationen

Bücher und Beiträge:

  • Laag, Benjamin/Obermeyer, Janina-Lorena (Hrsg.) (2013): Europa in der Verantwortung. Entwicklungspolitische Herausforderungen und Perspektiven, Münster.


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