Johannes Bock


Lebenslauf

Johannes Bock, geboren 1979, studierte in Bochum, Utrecht und Bremen Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft. Während seines Studiums war er Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im Februar 2008 schloss er sein Studium mit einer Magisterarbeit über den niederländischen Kulturhistoriker Johan Huizinga ab. Im Anschluss arbeitete er erst als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einer Bremer Bürgerschaftsfraktion und dann an der Universität Bremen im Zentrum für Lehrerbildung, wo er für Studienberatung und Qualitätsmanagement zuständig war.

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Dissertationsthema

Die reformpädagogischen Bewegungen der Niederlande und Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Vergleich

Um 1900 entstanden in Europa und Nordamerika vielfältige reformpädagogische Bewegungen, auch in Deutschland und in den Niederlanden. Grenzübergreifend wurden Debatten um eine neue, kindgerechte Erziehung geführt. Ab 1917 ermöglichte die Neufassung des Schulparagraphen in der niederlandischen Verfassung bzw. ab 1919 die Weimarer Verfassung in Deutschland, dass in beiden Ländern lokal die reformpädagogischen Ideale in der Praxis umgesetzt wurden. So entstanden in einer kurzen Zeitspanne nach 1920 eine Vielzahl von Reform- und Versuchsschulen verschiedenster Ausprägungen. Zu nennen sind z.B. Montessori-Schulen, Rudolf-Steiner-Schulen und Arbeitsschulen, aber auch Institutionen, die von der sozialistischen Erziehungsbewegung hervorgebracht wurden.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens sollen diese reformpädagogischen Bewegungen  verglichen und ihre gegenseitige Bezüge herausgearbeitet werden. Es soll geschaut werden, welche Ideen hervorgebracht wurden und wie deren Umsetzung unter den unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen gelingen konnte. Dabei sind die lokalen Akteure, das Verhältnis vom Staat zu den Schulen und die innere Verfassung der Schulen in den Blick zu nehmen.

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