Dr. Handan Aksünger


Lebenslauf

Handan Aksünger studierte die Fächer Ethnologie, Soziologie und Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich zunächst mit der komparativen Ethnologie afrikanischer Gesellschaften und absolvierte in diesem Zusammenhang einen praxisorientierten Aufenthalt in Tansania. Im Rahmen ihrer Magisterforschung arbeitete sie über türkische Aleviten in der Diaspora, insbesondere mit Blick auf das Thema der Ritualveränderung im Kontext der Migration. Nach ihrem Magisterabschluss (2006) war sie beim Integrationsbeauftragten der Landesregierung im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen tätig. Seit 2007 ist sie ehrenamtliches Mitglied bei „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ (ESE).

Dissertationsthema

Die Funktion alevitischer Migrantenorganisationen in der zivilgesellschaftlichen Integration in Deutschland und den Niederlanden

Im Rahmen der Promotionsarbeit soll die Funktion von alevitischen Migrantenselbstorganisationen als zivilgesesellschaftliche Akteure im Integrationsprozess in Deutschland und in den Niederlanden aus einer vergleichenden ethnologischen Perspektive untersucht werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewertung solcher Integrationsprozesse herausgearbeitet werden, sowohl aus der Sicht der beiden aufnehmenden Gesellschaften als auch aus der Perspektive der jeweiligen alevitischen Migrantengruppen. Durch die Ausdifferenzierung der Untersuchung in eine sozio-kulturelle, politisch-rechtliche, ökonomische und religiöse Ebene können Aufschlüsse darüber gewonnen werden, auf der Basis welcher Vorstellungen die alevitischen Migranten sowie die sie aufnehmenden Staaten das „Fremde“ jeweils konzeptualisieren. Grundsätzlich kann hierbei von der Annahme ausgegangen werden, dass die Fähigkeit einer spezifischen Gruppe, Fremde in ihre Weltanschauung zu integrieren, gleichzeitig eine notwendige Vorbedingung für Integration darstellt, insbesondere wenn sich für eine spezifische Gruppe das Fremde im Migrationskontext in Form einer aufnehmenden Gesellschaft darstellt.

English version

Publikationen

  • Aksünger, Handan (2010, im Erscheinen): Eine ethnologische Interpretation des
    alevitischen cem-Rituals. In: Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Hrsg.): Das Alevitentum, EZW-Texte 211. Berlin.
  • Aksünger, Handan/Robert, Rüdiger (2010): Inklusion statt Exklusion? Aleviten in der Türkei. In: Rüdiger Robert/Daniela Schlicht / Shazia Saleem (Hrsg.): Kollektive Identitätskonstruktionen im Nahen und Mittleren Osten. Studien zum Verhältnis von Staat und Religion. S. 479-500, Münster.
  • Aksünger, Handan/Musch, Elisabeth (2008): Migration, gestern und heute. In: Kathrin Kissau/Matthias Kortmann/Klaudia Tietze/Clémentine Cordier/Handan Aksünger/Elisabeth Musch (Hrsg.): Migration steuern oder verwalten? Deutschland im internationalen Vergleich. S. 10-14, Münster. Online

Lehraufträge

  • WS 2010/2011: „Einführung in das Alevitentum, Institut für Katholische Theologie und Institut für Evangelische Theologie, Universität Duisburg-Essen.
  • SS 2009: „Auf der anderen Seite: Kulturgeographien Deutschlands und der Türkei“, zusammen mit Dr. Christian Krajewski, Institut für Geographie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
  • SS 2009: „Exkursion Türkei - Zwischen Bosporus und westlichem Taurus“ (10 Tage), zusammen mit Dr. Christian Krajewski, Institut für Geographie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

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