Dr. Anne-Dörte Balks


Lebenslauf

Anne-Dörte Balks ist 1983 in Osnabrück geboren und studierte von 2004 – 2009 European Studies. Ihren Bachelor machte sie an der Universität Osnabrück, wobei sie in ihrer Arbeit die Demokratisierungsmechanismen der EU gegenüber der Ukraine untersuchte. Zu Beginn ihres Masters studierte sie ein Semester an der Universiteit Twente in Enschede, im Zuge des Doppeldiplom Masterstudiengangs “European Studies” in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Ihre Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Frage inwiefern lokale Zeitungen ihre Leser adäquat über die EU informieren. Während ihres Studiums absolvierte sie unter anderem ein dreimonatiges Praktikum bei der Heinrich Böll Stiftung in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Politik der Universität Münster.

Dissertationsthema

 „Diskurs zur Zukunft Europas“ – deutsche und niederländische Zeitungen als Forum zivilgesellschaftlicher Verständigungsprozesse

Das Promotionsprojekt ist in der theoretisch-empirischen Diskussion um die Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit. Laut Jürgen Habermas übernimmt die Öffentlichkeit die Aufgabe, diskursiv zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Auch Jürgen Kocka stimmt zu, dass Konflikte und Diskurse, aber auch Kompromissfindung und Einigung in einer Gesellschaft nur öffentlich stattfinden können, um die Inklusion möglichst aller Bürger in die Debatte zu gewährleisten. Zivilgesellschaft gehört für beide Autoren der Öffentlichkeit an.
Medien bilden in der heutigen Zeit komplexer repräsentativer Demokratien die hauptsächlichen Informationsvermittler zwischen Politik und Bürgern und tragen so dazu bei das Stattfinden einer öffentlichen Debatte über die Zukunft einer Gesellschaft zu ermöglichen. Zugleich bilden sie aber auch selbst ein Forum oder eine Arena, in der öffentlicher Diskurs stattfinden kann.

In dieser Dissertation soll eine qualitative Inhaltsanalyse von Meinungsartikeln in deutschen und niederländischen Zeitungen die Frage beantworten, wie der Diskurs um die europäische Integration (print)medial geführt wurde. Eine Gegenüberstellung von redaktionellen Kommentaren, Außenansichten von Intellektuellen und möglicherweise Leserbriefen von 1992 (Vertrag von Maastricht) bis 2009 (Vertrag von Lissabon) wird zeigen, wie diese unterschiedlichen Autorengruppen zu verschiedenen Zeitpunkten und den jeweiligen Ländern zur voranschreitenden europäischen Integration standen. Dadurch ist später ein Vergleich möglich, wie der „Diskurs zur Zukunft Europas“ in den beiden Vergleichsländern geführt wurde.


Impressum | Datenschutzhinweis | Barrierefreiheit | © 2020 Forschungsgruppe Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse
Forschungsgruppe Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse
Alter Steinweg 6/7
· D-48143 Münster
Tel: +49 251 83-28511 · Fax: +49 251 83-28520