Soziale Hilfen (Kindergeld, Wohngeld etc.)

Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld, Erziehungsgeld

Auch Studierende haben – teilweise abhängig von der individuellen finanziellen Situation – Anspruch auf Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld und Erziehungsgeld.

Allgemeine Informationen zu diesen Themen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Für die Beantwortung weiterer Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und unterstützen Sie bei Bedarf auch bei der Antragstellung.

Wohngeld

Studenten erhalten in der Regel kein Wohngeld, denn ein Wohngeldanspruch bei Studenten ist dann ausgeschlossen, wenn der Student dem Grunde nach Anspruch auf das BAföG hat (was in der Praxis für jeden Studenten gilt). Dabei ist es vollkommen egal, ob BAföG-Leistungen beantragt wurden oder nicht und auch, ob z.B. wegen zu hohem eigenen Einkommens oder zu hohem Einkommen der Eltern BAföG gezahlt wird oder nicht.

Der Wohngeldanspruch ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn alle Familienmitglieder eines Haushaltes dem Grunde nach Anspruch auf das BAföG haben. Ist auch nur ein Familienmitglied nicht Student, besteht Anspruch auf das Wohngeld.

Hat zum Beispiel ein Studentenpaar (unabhängig, ob miteinander verheiratet oder nicht) ein gemeinsames Kind, sind zwar die beiden Studenten nicht wohngeldberechtigt. Da das Kind aber nicht studiert und somit auch kein BAföG beantragen kann, ist der gesamte Familienhaushalt wohngeldberechtigt.

In den folgenden Fällen kann trotz den oben genannten Ausschlussgründen von Studierenden Wohngeld beantragt werden,

  • wenn keine nach dem BAföG förderungswürdige Ausbildung vorliegt,
  • wenn Ausländer den Wohngeldantrag stellen, welche die Voraussetzungen für die Ausbildungsförderung nicht erfüllen,
  • wenn die Altersgrenze für die Ausbildungsförderung überschritten wurde,
  • wenn der Abbruch der Ausbildung oder der Wechsel der Fachrichtung ohne wichtigen oder unabweisbaren Grund erfolgte,
  • wenn die Voraussetzungen für die Förderung einer weiteren Ausbildung nicht vorlagen,
  • wenn die Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine weitere Förderung dem Grunde nach nicht gegeben ist,
  • wenn die Ausbildung nicht im Geltungsbereich des Wohngeldgesetzes durchgeführt wird (Grenzgänger),
  • wenn der Zeitrahmen der Studienabschlussförderung überschritten wurde.

Studenten, die zwar BAföG beziehen, das aber nicht zur Deckung der Mietkosten ausreicht, haben die Möglichkeit, eine sogenannte "Mietbeihilfe" zu beantragen.

Nähere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Amtes für Wohnungswesen der Stadt Münster.