Studieninfo zum Fach Arzneimittelwissenschaften

Abschluss: Master of Science

Stand: 04.09.2015


Inhalt
  1. Portrait des Fachs
  2. Anforderungen an Studieninteressierte
  3. Berufs- und Tätigkeitsfelder
  4. Struktur und Aufbau des Studiums
  5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung
  6. Literaturhinweise



1. Portrait des Fachs


1.1 Geschichte und Methoden


Der Masterstudiengang Arzneimittelwissenschaften steht in Nachbarschaft zum Schwerpunkt Life Science (z.B. Biochemie, Biophysik, Bioanorganik, Bioanalytik und Biotechnologie) der Universität. Im Mittelpunkt steht das Auffinden, Entwickeln und Optimieren neuer Arzneistoffe. Damit schließt dieser Masterstudiengang eine Lücke, die auf dem pharmazeutischen Sektor den Übergang von einer biologisch aktiven Substanz zu einem Arzneistoff hin zu einem Arzneimittel und weiter bis zur Markteinführung und -begleitung betrifft.



1.2 Lehr- und Forschungsschwerpunkte


Der Studiengang befasst sich mit dem gesamten pharmazeutischen Wertschöpfungsprozess, der von der Strategie pharmazeutischer Unternehmen bis hin zur Markteinführung reicht. Es werden sämtliche relevante Aspekte moderner Arzneistoff- und Arzneimittelforschung und –entwicklung aufeinander aufbauend abgehandelt. In diesem Studiengang werden die speziellen wissenschaftlichen Grundlagen und Arbeitsmethoden vermittelt, die im Arzneistoff- und Arzneimittelbereich international Stand der Technik sind, um die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten.



1.3 Studiensituation in Münster


8 Professorinnen und Professoren sowie 10 festangestellte wissenschaftliche Mitarbeiter beteiligen sich an der Ausbildung in dem Masterstudiengang Arzneimittelwissenschaften. Alle Lehrveranstaltungen werden von hauptamtlich Lehrenden, deren fachliches Profil dem Anspruch des Studiengangs entspricht, erbracht. Dieses Lehrangebot wird durch drei Lehrbeauftragte für das Modul „Betriebswirtschaftslehre“ sowie für Teile des Moduls „Regulatory Affairs, Pharmakovigilanz und Patentrecht“ ergänzt.

Im Fachbereich Chemie und Pharmazie gibt es mehrere Bereichsbibliotheken mit einem Bestand von zur Zeit >62.000 Monographien. Mehr als 200 Zeitschriften werden be­zogen, die zu einem großen Teil auch auf elektronischem Weg abrufbar sind. An elektronischen Datenbanken sind verfügbar: SciFinder Scholar, Beilstein Cross­fire, Scopus, Web of Science, Cambridge Structural Database, Chempur, ICDD, Merck Chem Dat, Roempp, Typix, WEKA Gefahrstoffe.

In den Bereichsbibliotheken stehen auch für Studierende Rechner zur Verfügung, die einen leichten Zugang zu diesen Datenbanken bzw. den elektronisch verfügbaren Zeitschriften ermöglichen. Alle Studierende und Bedienstete der WWU können außerdem jederzeit von zu Hause aus über das uni@home plus System oder über das Cisco System auf die elektronischen Datenbanken und die in elektronischer Version verfügbaren Zeit­schriften zurückgreifen.

Den Studierenden steht in allen betreffenden Fragen ein/e Studiengangskoordinator/in zur Verfügung. Er/Sie bietet sowohl vor der Aufnahme des Studiums persönliche Be­ratungstermine für die Bewerber an, als auch während des gesamten Studiums für die Studierenden.




2. Anforderungen an Studieninteressierte


Eine besondere Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für forschungsorientierte pharmazeutische und medizinische Tätigkeiten wird vorausgesetzt. Solche Eignungen können durch pharmazie-spezifische Praktika, aktive Teilnahme an Workshops, Seminaren, durch herausragende Leistungen im bisherigen Basisstudiengang, aber auch durch Mitarbeit in pharmazie-relevanten Gremien u.a. durch den Bewerber aufgezeigt werden.




3. Berufs- und Tätigkeitsfelder


Die Ausbildung gewährleistet die methodische und fachliche Grundlage für eine wissenschaftlich fundierte leitende Tätigkeit in Herstellungs-, Prüfungs-, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Pharma-, Medizinprodukte- und Biotechnologie-Industrie im In- und Ausland. Qualifiziert sind die Absolventinnen und Absolventen auch für leitende Tätigkeiten in staatlichen Untersuchungsämtern, im Umweltschutz, in der staatlichen Gesundheits-verwaltung, bei Krankenkassen, wissenschaftlichen Verlagen sowie in Ausbildung und Unterricht innerhalb und außerhalb der Universitäten.




4. Struktur und Aufbau des Studiums


4.1 Modulstrukturen


 

Das Masterstudium im Studiengang Pharmazeutische Wissenschaften umfasst das Studium folgender Module, die als Pflicht und als Wahlpflichtmodule zu belegen sind:

 

 

1. Sem.

Biochemie einschließlich Klinischer Chemie

10 LP

Pflichtmodul


Biogene Arzneistoffe (verteilt auf Sem. 1 + 2)

10 LP

Wahlpflichtmodul


Arzneistoffanalytik

10 LP

Wahlpflichtmodul

2. Sem.

Arzneimittelentwicklung

10 LP

Pflichtmodul


Pharmakologie

10 LP

Pflichtmodul


Arzneimittelanalyse

10 LP

Wahlpflichtmodul


Klinische Pharmazie (im Regelfall)

10 LP

Wahlpflichtmodul

3. Sem.

Drug Regulatory Affairs, Pharmakovigilanz und Patentrecht

5 LP

Pflichtmodul


Betriebswirtschaftslehre

5 LP

Pflichtmodul


Drug Design und Entwicklung einschließlich Praktikum für Fortgeschrittene (Projektmodul)

15 LP

Pflichtmodul


Innovationsmanagement

5 LP

Pflichtmodul

4. Sem.

Masterarbeit

30 LP

Pflichtmodul



4.2 Studienbegleitende Prüfungen


Die Module werden in der Regel durch eine Modulabschlussklausur (90 Min.) abgeschlossen. Die genauen Prüfungsregelungen zu jedem Modul sind den Beschreibungen im Modulhandbuch zu entnehmen.



4.3 Praktika


Die Aufteilung der Module in Vorlesungen, Übungen, Seminaren und Praktika, die Leistungspunkte jeder Veranstaltung sowie die Prüfungsregelungen zu jedem Modul sind den Beschreibungen im Modulhandbuch zu entnehmen.



4.4 Sonstige Anforderungen


Kenntnisse der deutschen oder englischen Sprache (ggf. TOEFL-Test).




5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung


Lupe Die Prüfungsordnung finden Sie unter
http://zsb.uni-muenster.de/material/m746m_3.htm.



6. Literaturhinweise


  • Modulhandbuch