inforum 2/2012 - Neue Einstellungsmöglichkeiten im imperia-Flexmodul „Forschungsdatenbank einbinden“

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Neue Einstellungsmöglichkeiten im imperia-Flexmodul „Forschungsdatenbank einbinden“

M. Bruns

Feedback der imperia-Nutzer ist in neue Version des Flexmoduls eingeflossen.
Wie schon im inforum Nr. 01/2011 berichtet, verfügt das zentrale CMS imperia über ein Flexmodul, das die Inhalte des zentralen Forschungsinformationssystems CRIS für Webseiten sichtbar macht. So soll den Nutzern das doppelte Pflegen von Inhalten erspart werden. Rückmeldungen der imperia-Nutzer machten schnell klar, dass die technische Grundlage stabil und funktionabel ist, die Präsentation der Inhalte aber flexibler gestaltet werden muss. Gerade im Bereich der Bibliographie, die für viele Wissenschaftler der eigentliche Arbeitsnachweis ist, wurden wir mit unterschiedlichen Wünschen konfrontiert.

Inhaltliche Erweiterungen

Ausgabeblöcke zur Darstellung betreuter Dissertationen und Habilitationen wurden ergänzt. Die Ausgabe des jeweils eigenen Dissertationsprojektes wurde ermöglicht, was für die Personenseiten von Graduiertenkollegs und -schulen nützlich sein könnte.

Einstellungsmöglichkeiten

Aufgrund der Nutzerwünsche wurden folgende Einstellungsmöglichkeiten ergänzt:

  • Die Sortierung kann chronologisch auf- oder absteigend gewählt werden.

  • Für Disserationen, Habilitationen und Publikationen stehen nun verschiedene Gruppierungsmöglichkeiten zur Verfügung, die beliebig verschachtelt werden können. So lassen sich Publikationen bspw. zunächst nach Publikationstyp, dann nach Erscheinungsjahr und schließlich nach Publikationsstatus (im Druck / im Erscheinen / publiziert) gruppieren.

  • Neue Filtermöglichkeiten bestehen für Projekte und Publikationen. So lassen sich die Projekte auf die gerade laufenden beschränken. Bei den Publikationen können bestimmte Publikationstypen ausgewählt werden, außerdem lässt sich eine Einschränkung auf die neuesten Publikationen vornehmen.

  • Die Hyperlinks für Projekte und Publikationen verwiesen in der ersten Version des Flexmoduls grundsätzlich in das Portal CRIS. Die Links lassen sich nun unterdrücken oder auf Adressen verweisen, die im Forschungsinformationssystem hinterlegt wurden. Bspw. verfügen einige Projekte über eigene Webauftritte. Wenn die Adressen im Forschungsinformationssystem hinterlegt wurden, lassen sie sich nun nutzen.

  • Zur Darstellung der Publikationen kann nun auf verschiedene Zitationsstandards zurückgegriffen werden.

Layoutveränderungen

Da die Zahl der Informationsblöcke nun gewachsen ist, wurden einige Informationen zusammengefasst:

  • Die Blöcke Akademische Ausbildung, Beruflicher Werdegang und Migliedschaft in Gremien erscheinen nun gemeinsam unter dem Punkt Vita als Tab-Karte.

  • Die Blöcke betreute Dissertationen und betreute Habilitationen werden ebenfalls auf einer einzigen Tab-Karte zusammengefasst.

  • Die Überschrift mit dem Namen des Forschers ist ein eigener optionaler Block. Zuvor wurde die Überschrift immer ausgegeben. Dies erwies sich als Hindernis, falls eine Personenseite nicht nur aus einem einzigen Forschungsdatenbank-Flexmodul bestand.

Technische Veränderungen

Veränderungen im Webserverpark

Durch das globale Abschalten des X-Bit-Hacks in der Apache-Konfiguration funktionieren SSI-Anweisungen nur noch dann, wenn die Datei auf .shtml endet. Die Wahlmöglichkeit, die Inhalte des Forschungsinformationssystems statisch oder dynamisch, d. h. auf SSI basierend, einzubinden, geschieht damit schon durch die Wahl der Dateiendung, eine Auswahlmöglichkeit innerhalb des Flexmoduls ist überflüssig geworden.

Neue Optionen erfordern neue Maßnahmen

Der im inforum Nr. 01 /2011 vorgestellte Caching-Mechanismus bleibt weiterhin Basis für das Bereitstellen der Daten. Allerdings stehen für den nötigen Query-String nur 255 Zeichen zur Verfügung. Die zahlreichen neuen Einstellungsmöglichkeiten lassen eine weitere Verwendung sprechender Elemente nicht zu.

Die verschiedenen notwendigen Optionen werden nun zunächst von Zeichenketten in Zahlen übersetzt und anschließend in einen JSON-String umgewandelt. Dieser String wird gezippt, base64-codiert und dann URL-konform ausgegeben.

Hierzu ein Beispiel:

Für die Seite http://www.uni-muenster.de/ZIV/Personen/Leitung.shtml hieß das Include mit den Inhalten des Forschungsinformationssystems bislang:
9972_de_Contact_ResearchArea_Education_Positions_ExternalFunctions_Projects_Publications

Nach den neuen Mechanismen lautet es mit gleichem Inhalt:
eNoly7kNACEUA9GGHHyb260gKkH0DtqNXjKzq7e6eZAshGeggxksYAUbOKBYaB6jCeWrJwNaUPYs%0Aj-TzZq7zZutceOEUlg==%0A

Ausblick

In Kürze wird durch die Zusammenarbeit mit dem Dezernat 2.3 der Universitätsverwaltung auch die Einbindung der Lehrveranstaltungen aus dem HIS-Modul LSF möglich sein. Hierzu wird die SOAP-Schnittstelle der HIS-Software angefragt, ähnlich wie es der Fachbereich Rechtswissenschaften schon jetzt betreibt und von Dr. Weber-Steinhaus im inforum Nr. 4/2007 vorgestellt wurde. Auch hier ist die Motivation, den Nutzern die mehrfache Pflege von Daten zu ersparen. In einer weiteren Ausbaustufe werden Links zu den Kursen der eLearing-Plattform moodle auf Wunsch automatisiert gesetzt, so dass ein weiterer zentraler Dienst für die Webseiten per CMS integriert werden kann.


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