Gestaltung von Lehrveranstaltungen zur Einführung in die Programmierung

Dr. Michael Weigend

Ein besonderes Merkmal von Einführungsveranstaltungen zur Programmierung ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr unterschiedliche Lernmotive und Vorkenntnisse aufweisen. Manche kennen bereits eine Programmiersprache und erwarten tiefer gehende Informationen. Andere wollen nur einmal in ein Gebiet „hineinschnuppern“, das für sie für relevant halten, von dem sie aber im Prinzip noch nichts wissen. Ziel ist einerseits den Novizen den Einstieg zu ermöglichen und sie nicht abzuschrecken und andererseits den Experten die Möglichkeit zu geben ihre Programmierkenntnisse zu erweitern ohne sie zu langweilen.

Lehrveranstaltungen zur Programmierung enthalten meist zwei Komponenten: Präsentationen, in denen ein Informationsinput geliefert wird, und Übungsphasen, in denen Studierenden im Computerlabor selbstständig experimentieren, ausprobieren und eigene Projekte entwickeln. Der Vortrag stellt im ersten Teil einige Beispiele vor, wie eine Präsentation für ein „gemischtes“ Publikum interessant gemacht werden kann. Insbesondere geht es um die Verwendung von Veranschaulichungen, Alltagsbeispielen, Metaphern, sowie die Aktivierung der Teilnehmer/innen durch kleine Übungen mit Alltagsmaterialien und ohne Computer („unplugged activities“). Im zweiten Teil wird die Gestaltung von Material für Übungen angesprochen.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, ist aber für alle Angehörigen der WWU offen.