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Jahrbuch für Islamische Theologie und Religionspädagogik
Jahrgang 3, Band 3, Erscheinung: 30. Oktober 2014
Zum Thema: Muslimische Gelehrte – neu gelesen


Theologie, Wissen, Gelehrsamkeit ist ohne jene Personen, die sie verkörpern und entwickeln, nicht möglich. Einem Ausspruch des Propheten Muhammad nach sind die Gelehrten die Erben der Propheten. Sie tragen Sorge dafür, das religiöse Erbe der Propheten aufzubewahren. Die Rolle muslimischer Gelehrsamkeit endet allerdings nicht im reinen Konservieren und Verwalten von religiösen Wissensbeständen; sie sind ferner dazu angehalten, das überantwortete Wissen im Hinblick auf ihre jeweiligen Gesellschaften nutzbar zu machen. Den muslimischen Gelehrten wird abverlangt, aus dem, was überliefert ist, einen dynamischen Sinn zu schöpfen, der sich in ihre jeweiligen Gesellschaften hineintragen lässt. Inwiefern diese Anstrengung gelingt, spiegelt sich in dem Maße wider, in dem der Output gelehrsamer Beschäftigung Anerkennung findet in seinem kontextuellen Gesellschaftsdiskurs. Manchen Gelehrten gelingt dieser Transfer sehr eindrücklich, andere werden erst lange nach ihrer Zeit als Gelehrsamkeitsautoritäten entdeckt.

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Jahrbuch für islamische Theologie und Religionspädagogik 
Jahrgang 2, Band 2, Erscheinungsdatum: Januar 2014 
Zum Thema: Gott und Schöpfung - Freiheit und Determination  
 

Jahrbuch Islamische TheologieDie Frage nach Gott und Schöpfung im Bezug auf Freiheit und Determination hält die Geistesgeschichte des Islams von Anbeginn der Offenbarung in Atem. Freiheit und Determination als kategoriales Spannungsfeld scheinen dabei zu einer operationalen Schlüsselfigur der jeweiligen Disziplinen avanciert zu sein, wie vor allem die Disputationen im 8. und 9. Jahrhundert nahelegen.  

Ist Schöpfung ein Akt der Freiheit Gottes oder der Notwendigkeit? Inwiefern kann der Mensch als ein freies Wesen gedacht werden, wenn er sich im gleichen Atemzug durch den Glauben bestimmt? Welche hermeneutischen Zugänge lassen sich erarbeiten, um die koranischen Aussagen bzgl. der Freiheit und Determination im theologischen Sinne fruchtbar zu machen? Ist der Mensch tatsächlich frei? Wie kann man die Vorherbestimmung des Menschen mit seiner moralisch vorgegebenen Verantwortung zusammendenken? Willens-, Handlungs- und Glaubensfreiheit sind hierbei nicht nur in moralischer, sondern auch in pädagogischer und vor allem theologischer Hinsicht von großer Bedeutung. Wie lassen sich die traditionellen Fragestellungen und Lösungsansätze der islamischen Tradition methodisch und inhaltlich für die gegenwärtigen Diskurse kommunikabel machen?  

Pünktlich zum Jahresende erscheint jetzt im Kalam Verlag für islamische Theologie und Religionspädagogik der zweite Band des „Jahrbuchs für islamische Theologie und Religionspädagogik“, herausgegeben von Milad Karimi und Mouhanad Khorchide. Jahrgang zwei wird sich dabei genau mit dieser geschilderten Problematik beschäftigen. Neben einem fundierten Einblick in die islamische Gedankenwelt kommen dabei erstmals auch Stimmen anderer Fachdisziplinen und Religionen zu Wort, die die islamische Perspektive ergänzen und Differenzen und Konvergenzen im Dialog darstellen.

Kontakt:
E-Mail: zit.jahrbuch@uni-muenster.de

Die Redaktionsleitung steht Ihnen für Ihre Fragen sehr gerne zur Verfügung.

Bestellung:
Kalam Verlag für islamische Theologie und Religionspädagogik KG 
Unterwerkstraße 5
D-79115 Freiburg 

Tel.: 0761-45002140
Fax: 0761-45002120
eMail:  info@kalam-verlag.de

Jahrbuch für Islamische Theologie und Religionspädagogik

Die wissenschaftliche Fachzeitschrift als Jahrbuch für Islamische Theologie und Religionspädagogik eröffnet eine Plattform für die Dokumentation und Diskussion theoretischer und empirischer wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der islamischen Theologie und Religionspädagogik. Das Jahrbuch enthält ausschließlich Originalbeiträge und ist prinzipiell für alle Richtungen der islamischen Theologie und Religionspädagogik offen. Das Jahrbuch für Islamische Theologie und Religionspädagogik veröffentlicht Beiträge, die sich mit den unterschiedlichen Disziplinen der islamischen Theologie aus verschiedenen Gesichtspunkten auseinandersetzen. Hierbei handelt es sich neben der Grundlagenforschung auch um empirische und komparative Arbeiten. Die Beiträge tragen sowohl der innerislamischen Vielfalt, als auch dem interreligiösen Gesichtspunkt Rechnung.

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