Das ZHL ist eine wissenschaftliche Einrichtung. Unsere Forschungsfragen umfassen verschiedene Herausforderungen der Hochschullehre und der Erwartungen an Wissenschaft und Hochschulen. Neben Fragen der Softwareentwicklung und Usability (vor allem zur internetbasierten Unterstützung kooperativer, konstruktivistischer Lehr- und Lernmethoden) beschäftigen wir uns insbesondere mit folgenden pädagogisch-psychologischen Fragestellungen der Hochschul-, Bildungs- und Wissenschaftsforschung:


Lehransätze und Lehrkonzeptionen
In einem Forschungsstrang untersuchen wir, welche Auffassungen über Lehren und Lernen bestehen, sowohl bei Lehrenden als auch bei Studierenden und Eltern. Wir befassen uns zudem damit, wie diese Auffassungen das Lehrhandeln beeinflussen und wodurch diese Auffassungen beeinflusst werden (z.B. Disziplin). Unsere Analysen ermitteln so individuelle und institutionelle Unterschiede und Bedürfnisse in Bezug auf Lehre und helfen Ableitungen für gelingende Lehre zu generieren.
Ausgewählte Publikationen zu diesem Bereich:
Riehemann, J., Hellmann, J. H., & Jucks, R. (2018). "Your words matter!" Relevance of individual participation in xMOOCs. Active Learning in Higher Education. Advance online publication. doi: 10.1177/1469787418779154
Päuler-Kuppinger,L. & Jucks, R. (2018). Out-of-Class Instruction in Higher Education - Impact of Approaches to Teaching and Discipline. International Journal of Higher Education, 199-209. doi: 10.5430/ijhe.v7n2p199
Jucks R. & Päuler-Kuppinger, L. (2017). Teachers' and parents' perspectives on teaching: Not a topic of but a motive for communication. Journal of Educational Research Online, 9(3), 12-25.
Päuler-Kuppinger, L. & Jucks, R. (2017). Perspectives on Teaching: Conceptions of Teaching and Epistemological Beliefs of University Academics and Students in Different Domains. Active Learning in Higher Education, 18, 63-76. doi: 10.1177/1469787417693507



 
Verhältnis von Forschung und Lehre
Kernaufgaben der Hochschulen sind Forschung und Lehre. Wie aber vereinbaren Lehrende diese Aufgaben in ihrem Arbeitsalltag? Wo entstehen Spannungsverhältnisse, wo Synergien? Wie ist das Rollenverständnis von Lehrenden? Ziel unserer Arbeiten zum Verhältnis von Forschung und Lehre ist es, durch qualitative und quantitative Forschung die akademischen Rollen von Wissenschaftler*innen und die damit verbundenen Herausforderungen und Karriereperspektiven zu beleuchten. Aus einem vertieften Verständnis des Verhältnisses von Forschung und Lehre können auch Bedingungen für eine handlungsfähige und produktive Hochschule abgeleitet werden.
 
Ausgewählte Publikationen zu diesem Bereich:
Jucks, R., Fischer, F. & Scheiter, K. (2017). More research needed: Strukturelle und individuelle Rahmenbedingungen für die Wissenschaft als Beruf(ung). Kommentare zu Rentzsch, Hartzer & Wolter (2017). Psychologische Rundschau. 68, 279-281.
Jucks, R. & Hillbrink, A. (2017). Perspective on Research and Teaching in Psychology: Enrichment or Burden. Psychology Learning and Teaching.  16 (3), 306-322 doi: 10.1177/1475725717705205
 
Digitalisierung in der Hochschullehre
Digitalisierung beeinflusst neben privaten und gesellschaftlichen Bereichen auch die Hochschulen. Digitale Studien- und Prüfungsformate stoßen einen Strukturwandel der Hochschulen an. Online-Lehre, als ergänzendes Angebot zu Präsenzveranstaltungen ist ein zunehmender Bestandteil der Hochschulbildung. In unserer Forschung zur Digitalisierung in der Hochschullehre fokussieren wir u.a. auf virtuelle Lernumgebungen (hier speziell Massive Open Online Courses, kurz: MOOCs). Dabei betrachten wir z. B. Effekte der persönlichen Ansprache auf das Lernverhalten und leiten daraus Gestaltungsmöglichkeiten für virtuelle Lernumgebungen ab.
 
Ausgewählte Publikationen zu diesem Bereich:
Riehemann, J. & Jucks, R. (2018). 'Address me personally and I forget the others' Effects of language styles in a MOOC. Journal of Computer Assisted Learning. Advance online publication. doi: 10.1111/jcal.12278
Riehemann, J., Hellmann, J. H., & Jucks, R. (2018). "Your words matter!" Relevance of individual participation in xMOOCs. Active Learning in Higher Education. Advance online publication. doi: 10.1177/1469787418779154
Riehemann, J. & Jucks R. (2017). How much is Teaching and Learning in Higher Education Digitized? Insights from Teacher Education. International Journal of Higher Education, 6, 129-137. doi:10.5430/ijhe.v6n3p129
 
Transfer von Wissen und Wissenschaft
Der Transfer von Wissen und Wissenschaft ist das zentrale Ziel aller Bildungsangebote. In unserer Forschung betrachten wir verschiedene Bedingungen der Kommunikation von Wissen und Wissenschaft und die Auswirkungen auf deren Adressaten. Hieraus ergeben sich Gestaltungsprinzipien für die Vermittlung wissenschaftsbezogener Information.
 
Ausgewählte Publikationen zu diesem Bereich:
Mayweg-Paus, E., Jucks*, R. (2017). Conflicting evidence or conflicting opinions? Two-sided discussions contribute to experts' trustworthiness. Journal of Language and Social Psychology, Vol. 37(2) 203–223 doi: 10.1177/0261927X17716102 *shared first authorship
Kienhues, D., Thomm, E. & Bromme, R. (in press). Specificity reloaded: How multiple layers of specificity influence reasoning in science argument evaluation. In: F. Fischer, C. A. Chinn, K. Engelmann & J. Osborne (Eds.). Scientific Reasoning and Argumentation: The Roles of Domain-Specific and Domain-General Knowledge. London: Taylor & Francis.
Kienhues, D., Stadtler, M., & Bromme, R. (2011). Dealing with conflicting or consistent medical information on the Web: When expert information breeds laypersons’ doubts about experts. Learning and Instruction, 21, 193-204.
Thiebach, M., Mayweg-Paus, E. & Jucks, R. (2015). "Probably True" says the Expert: How Two Types of Lexical Hedges Influence Students' Evaluation of Scientificness. European Journal of Psychology of Education. 369-384. doi: 10.1007/s10212-014-0243-4
 
Wissenschaftsverständnis
Universitäre Lehre soll das Wissenschaftsverständnis der Studierenden schulen. Beispielsweise soll sie zum kritischen Denken sowie einem begründeten Verständnis davon, dass wissenschaftliche Erkenntnisse die Grundlage unserer Gesellschaft bilden, befähigen. Wir beschäftigen uns damit, wie solche Kompetenzen in der Hochschullehre stärkere Beachtung finden könnten (z.B. durch forschendes Lernen). Hierzu betrachten wir auch die Erwartungen der Gesellschaft an Wissenschaft und das Wissenschaftsverständnis der Öffentlichkeit. Hieraus können informierte Ableitungen zum Bildungsauftrag von Hochschulen entwickelt werden.
 
Ausgewählte Publikationen zu diesem Bereich:
Weinstock, M., Kienhues, D., Feucht, F.C., & Ryan, M. (2017). Informed reflexivity: Enacting epistemic virtue. Educational Psychologist, 52(4). 284-298. doi: 10.1080/00461520.2017.1349662  
Sinatra, G. M., Kienhues, D., & Hofer, B. K. (2014). Addressing challenges to public understanding of science: Epistemic Cognition, Motivated Reasoning, and Conceptual Change. Educational Psychologist, 49(2), 123-138. doi: 10.1080/00461520.2014.916216. 
 
Softwareentwicklung und Usability
Die Arbeitsstelle ZHLdigital arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung der Open Source Software Moodle und Opencast mit. Diese werden genutzt um das Learnweb sowie das eLectures System zu betreiben.
 

Gesamtübersicht Publikationen:

Für die vollständige Publikationsliste der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Jucks klicken Sie hier.